Kluftordnung

Die Kluft der DPSG ist ein sandfarbenes Hemd. Dazu tragen die Pfadfinder ein Halstuch in der entsprechenden Stufenfarbe und einen Halstuchknoten. BiPi hat die Kluft eingeführt, um eventuellen Klassenunterschieden entgegenzuwirken und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.

Die Kluft eines Jeden Pfatfinder ist ein Ausdruck seiner Persönlichkeit. Jeder kann seine Kluft nach seinen eigenen Geschmack gestalten. Die Bundesebene hat 2018 aus diesem Grund die Freiere Kluftordnung beschlossen. Der Vorstand des Stammes St. Bonifatius empfiehlt als Orientierungshilfe die unten abgebildete Kluft.

Empfohlene Kluftordnung vom Vorstand

Freiere Kluftordnung 2018

Die Kluft der DPSG ist ein sandfarbenes Hemd mit zwei
Brusttaschen. Die Kluft ist neben dem Halstuch das wichtigste
Erkennungsmerkmal als Pfadfinder. Sie ist keine Uniform und die
einzelnen Aufnäher sind nicht als Abzeichen im Sinne einer
Rangordnung zu verstehen. Die Kluft hat mindestens die folgenden
Aufnäher des Verbandes zu tragen: Nationalitäten- und
Stufenzugehörigkeit, die violette Weltbundlilie.

Für die Wölflinge ist das der Wolfskopf, für Jungpfadfinder,
Pfadfinder, Rover und Leiter die Tuchlilie in der entsprechenden
Farbe (blau, grün, rot und gelb). Das Halstuch ist bei Mitgliedern in
der gleichen Stufenfarbe, bei Leitern ist die Farbe grau, ausgebildete
Woodbadge-Träger haben ein eigenes nebst zugehöriger
Woodbadge-Knoten. Zu nationalen und internationalen Aktionen,
die in einem gemeinsamen Rahmen des Ringes deutscher
Pfadfinderverbände (RdP) stattfinden, sollte das bordeauxfarbenen
Ringehalstuch getragen werden.

Alle anderen Aufnäher und angebrachte Applikationen von Lagern,
Aktionen, dem eigenen Bezirk, der Diözese oder sonstigem sind
Ausdruck der eigenen Individualität und optional. Grundsätzlich
sollte jedoch jeder Aufnäher einen pfadfinderischen Bezug haben
und im Einklang mit bzw. nicht gegen die Grundsätze verstoßen.

Begründung: Die Kluft ist für die meisten das zentralste Merkmal, das wichtigste Stück und Ausdruck seines Pfadfinderlebens. Oft Jahrzehnte alt und (mit einem) gewachsen. Die Positionen, Anzahl oder Arten der einzelnen Aufnäher werden erstens nicht von einer Kontrollinstanz überprüft oder gar gemaßregelt; zudem ist es Teil eines Austausches und der Begegnung, unendlich viele unterschiedliche Kluften zu entdecken. Keiner ist gleich – und auch keine Kluft gleicht der anderen, obwohl alle ein Verband sind und dieses zweifelsfrei zu erkennen ist und bleibt. Zu einer selbstbestimmten Verbandsgesellschaft passt keine übergestülpte theoretische Kluftordnung mit Quadrantenangabe und Verboten von zur Schau getragenen eigener Lager- und Pfadfindergeschichte. Und daß zum Beispiel der Gürtel erlaubt ist, aber eben auch nicht getragen werden muß, ist eine Selbstverständlichkeit und gehört nicht als Besonderheit in der Ordnung erwähnt. Weiter: Wenn ein Vertreter oder gar ein Referent eine große Gruppe bzw. einen Verband vertritt, so mag dieses unpassend erscheinen, wenn dieser noch seine Aufnäher aus Kindertagen bzw. aus der Stammesebene trägt. Es steht jedem Mitglied frei, sich eine zweite Kluft anzuschaffen.