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  Landratten auf der Käseinsel:  
Stammeslager in Holland
vom 30. Juli 2011 bis 10. August 2011

Samstag, 30. Juli 2011

Pünktlich um 8:00 Uhr fuhr der Bus des Busunternehmens Brinkmann mit 37 Personen vom Parkplatz ”In den Ellern” ab. In der Nacht um 4:00 Uhr waren bereits die VW Bullis mit dem gesamten Material einschließlich unserer 6 Kanus nach Holland aufgebrochen. Sie wurden von Wolfgang Soot, Stephan Koch, Nicki Reimann und Christoph Stünkel gefahren. Gegen 14:30 Uhr war der Bus auf dem Parkplatz in Scoutcentrum Zeeland angekommen. Unser Gepäck wurde auf einen Anhänger verladen und dann mit einem kleinen Trecker auf den Lagerplatz transportiert. Dort erwarteten uns die Fahrer der VW Bullis, die bereits um 11:30 Uhr angekommen waren. Es wurde sofort mit dem Aufbau der Zelte begonnen und gegen 18:00 Uhr war das Lager komplett aufgebaut. Es bestand aus 1 Großjurte (Versammlungszelt), 1 Jurte (Leiterzelt), 2 Kothen (Roverzelte), 2 Eurotrailzelten (Mädchen Jupis und Mädchen Pfadis), 2 Agadirzelten (Jungen Jupis und Jungen Pfadis), 2 Rundzelten (Jungen und Mädchen Wölflinge), 2 San Marino Zelten (1 Leiterzelt und 1 Materialzelt), 1 Hundezelt (Hund Queenie) und dem Werner-Zelt als Küche. Nach dem Abendessen fand die Abendrunde statt und danach fielen die ersten Teilnehmer ermattet in den Nachtschlaf.
Abends am Lagerfeuer fand eine rege Diskussion mit den Rovern statt. Es wurde von den Rovern bemängelt, dass die unter 18 jährigen Rover um 23:00 Uhr das Lagerfeuer verlassen müssen und in ihre Zelte gehen sollten zur Nachtruhe. Die Rover verwiesen auf die von den Kindern/Jugendlichen selbst erstellte Lagerordnung, in der vermerkt ist, das Rover auch nach 23:00 Uhr am Lagerfeuer sitzen dürfen. Von der Lagerleitung wurde jedoch argumentiert, dass die Eckpunkte von der Leiterrunde vorgegeben waren und die besagen, dass unter 18 Jährige um 23:00 Uhr die Zelte aufsuchen sollen. Die Rover verließen daraufhin demonstrativ das Lagerfeuer.

Sonntag, 31. Juli 2011

Das Roverproblem wurde in folgender Weise gelöst. Die Rover übernehmen die Nachtwache und müssen deshalb auch nach 23:00 Uhr wach bleiben.
Morgens fand eine Lagerplatzrallye statt. In truppübergreifenden Gruppen mussten verschiedene Orte (Toiletten, Ufer, Kanus, usw.) in und um den Lagerplatz herum angelaufen werden. An den angelaufenen Orten musste dann als erstes eine Käsesorte durch Probieren erraten werden und dann wurden entsprechende Verhaltenregeln für diesen Ort erarbeitet. Wie verhalte ich mich im Umgang mit den Kanus? Was muss beachtet werden, wenn man schwimmen geht?
Nachmittags waren die Rover mit Inline-Skates nach Middelburg gefahren um die Stadtrallye vorzubereiten.
Jupis, Wölflinge, Pfadis begannen mit den Lagerbauten. Unter Leitung von Florian S. (Flosch) wurde ein imposanter Bannermast errichtet. Die Wölflingsmädchen bauten den Lagerplatz aus Naturmaterialien nach.
Ansonsten wurde Kanu gefahren, geschwommen und Fußball gespielt.

Montag, 1. August 2011

Aufgrund des schönen Wetters wurde beschlossen, an den Strand zu fahren. Es wurde mit den Bullis geshuttlet. Jupis und Wölflinge gingen die erste Strecke zu Fuß und wurden kurz hinter Veere abgeholt. Der Strand war herrlich, feinster Sand und tolles Wasser. Es wurde viel im Wasser getobt und gespielt.
Nach Rückkehr ins Lager bauten die Jupis das Windrad auf. Mit dem am Ende der Windfahne befestigten Fahrradrücklicht wurde der Lagerplatz in der Nacht romantisch beleuchtet. Leider hielt das Rücklicht nicht so lange, weil eine Windspitze soviel Strom erzeugte, dass die Elektrik im Rücklicht durchbrannte.

Dienstag, 2. August 2011

Heute fand eine Stadtrallye in der nächstgrößerer Stadt Middelburg statt. Diese Rallye wurde von den Rovern organisiert. Mehrere Gruppen mussten verschieden Punkte mit Hilfe eines Stadtplans anlaufen und Aufgaben lösen.
Nach Abschluss der Rallye wurde noch ein Bowlingcenter besucht. Allen hat es sehr viel Spaß gemacht. Leider kann ich nicht mehr dazu aufschreiben, weil ich an diesem Tag meinen freien Tag hatte und an den Aktionen nicht teilgenommen habe.

Mittwoch, 3. August 2011

Es war ein Tag ohne festes Programm. Das Wetter war sehr schlecht. Es hat im Laufe des Tages immer wieder geregnet, aber es war auch sehr warm. Die Rover hatten diesen Tag genutzt und waren nach Amsterdam gefahren. Gegen 23:00 Uhr waren sie wieder zurück im Lager.
Die Pfadis waren mit den Kanus über die Schleuse in Veere nach Middelburg gepaddelt.
Die Wölflinge und Jupis hatten einen sehr ruhigen Tag im Lager verbracht. Es wurden weitere Lagerbauten erstellt. Es wurde ein Handtuchhalter für die Küchenhandtücher, eine Topfablage für die Küche und eine Halterung für einen Wasserkanister zum Hände waschen gebaut. Außerdem bauten einige Wölflinge unter Leitung von erfahrenen Pfadis, als diese wieder zurück waren, eine lange Wäscheleine, damit die Teilnehmer ihre nassen Sachen zum Trocknen aufhängen konnten. Ansonsten wurde viel gespielt und ausgeruht. Es war ein sehr gemütlicher und entspannender Tag im Lager.

Donnerstag, 4. August 2011

Heute standen verschiedene Workshops auf dem Programm. Alle Teilnehmer konnten sich zu zwei Workshops, einer vormittags und einer nachmittags, anmelden. Folgende Workshops standen zur Verfügung:

Freitag, 5. August 2011

Heute fuhr der gesamte Stamm in den Wasserpark “Neeltje Jans”. Viele Attraktionen konnten dort besichtigt werden. Als erstes fuhren wir mit einem Schiff. Dabei wurden uns interessante Informationen über das Sperrwerk sowie über den Bau der einzelnen Sperrtore gegeben. Anschließend konnte der Park in Gruppen erkundet werden. Zwei Kinos, eins davon ein 3D Kino; luden zum Verweilen ein. In verschiedenen Wasserbecken konnte man den Kunststücken von Seelöwen und Seehunden zusehen. Für die Kleineren war der Wasserspielplatz eine tolle Attraktion. Außerdem waren zwei Wasserrutschen vorhanden. Vom Wölfling bis zum Leiter wurden diese ausgiebig genutzt. Voller Spannung konnte Artisten zugesehen werden, die von einem hohen Mast (25 Meter), mit allerlei Kunstsprüngen in ein sehr kleines Wasserbecken sprangen. Einer der Höhepunkte der Show war, als ein Artist brennend in das Wasser sprang. Viel Freude bereitete auch das Streicheln von Rochen und anderer Fische, die sich in einem Wasserbecken befanden. In einem großen Gebäude, das wie ein Wal gebaut war, konnte man sich über Wale informieren. Gegen 17:30 Uhr fuhren wir wieder zum Lager. Allen hat dieser Tag viel Spaß gemacht.

Samstag, 6. August 2011

Die Pfadis waren im Zuge ihres Stufentags zu einem Ganztagsausflug in die belgische Stadt Brügge aufgebrochen. Die Rover hatten zusammen mit einigen Jupis eine Kanutour gemacht. Die Wölflinge hatten ihren Stufentag und hatten einen Reptilienzoo besucht. Die Jupis hatten sich auf dem Platz mit Baden und Kanu fahren die Zeit vertrieben.

Sonntag, 7. August 2011

Die Rover fuhren nach Middelburg und hatten sich Fahrräder gemietet, um eine Radtour durch die Gegend zu machen.
Die Jupis hatten ihren Stufentag durchgeführt. Sie wollten mit den Kanus nach Middelburg paddeln. Das erste Hindernis war die Schleusendurchfahrt in Veere. Es war ein unheimliches Gefühl zwischen den großen Motor- und Segelbooten mit den kleinen Kanus in der Schleusenkammer zu liegen. Nur Daniel B. behielt die Ruhe. Er holte sein Lunchpaket heraus und begann zu essen. Als an den Schleusentoren die Schieber geöffnet wurden, drang ein starker Wasserstrahl in die Schleusenkammer und es wurde für die Kanubesatzungen noch schwieriger, ihre Position innerhalb der Schleusenkammer zu halten. Auf den weiteren Weg Richtung Middelburg wehte den Kanubesatzungen ein starker Gegenwind entgegen. Nach ca. 1,5 Stunden brachen die Jupis ihre Fahrt nach Middelburg ab, weil der Wind so stark war, dass er die Kanus rückwärts drückte. Die Fahrt ging zurück durch die Schleuse bis an den kleinen aber feinen Sandstrand in Veere. Dort wurde im Wasser geplanscht und noch ein kleiner Spaziergang durch die nahe Innenstadt von Veere gemacht. Als die Jupis sich auf den Rückweg zum Lagerplatz machen wollten, ging ein sehr starker Regenschauer über ihnen los. Zusammengekauert mit Regensachen unter Büschen wurde der Regenguss abgewartet und dann ging die Fahrt zurück zum Lagerplatz.
Abends fand unter dem selbstgebauten Lagerkreuz ein Lagerwortgottesdienst statt. Er wurde von Janine und einigen Teilnehmern vorbereitet und durchgeführt. Während des Gottesdienstes legten 2 Pfadfinder ihr Roverversprechen ab. Tilman und Dennis sangen ihren Versprechnungstext. Als Mutprobe hatten sie im Laufe des Tages eine Kothe aufzubauen. Bei dem Aufbau mussten sie die gesamte Zeit singen. Ein weiterer Höhepunkt in dem Gottesdienst war die Verleihung des Georgs-Pin an Carsten Elsner. Carsten erhielt diese Auszeichnung auf Grund seiner langjährigen Tätigkeit für den Stamm. Er ist seit der Neugründung des Stammes dabei. 10 Jahre lang hat er den Stamm als Stammenvorstand geleitet. Carsten wurde der Dank für seine Arbeit von Uwe Meyer überbracht.
In der folgenden Nacht wurde unser Lagerplatz von ungebetenen Besucher heimgesucht. Sie nahmen das Banner und das Lagerkreuz mit. Obwohl wir einen Lagerhund (Queenie) hatten gelang dieser dreiste Raub. Auch die Rover, die eigentlich Nachtwache halten sollten, bemerkten in ihren Schlafkothen nichts vom Raub.

Montag, 8. August 2011

Heute fuhr der gesamte Stamm ins Badeland in der Stadt Goes. Fünf verschiedene Becken standen zum Baden zur Verfügung. Besonders genutzt wurde eine große aufgeblasene Krake. Von ihr konnte man rutschen und ins Wasser springen. Auch zwei lange Wasserrutschen wurden intensiv genutzt. Nach 5 Stunden waren alle erschöpft und sauber und wir fuhren zurück ins Lager. Am Abend wurde Stockbrot über dem Lagerfeuer gebacken. Das Lagerfeuer war in der Großjurte entfacht worden, weil das Wetter regnerisch und windig war.

Dienstag, 9. August 2011

Heute stand der gesamte Tag im Zeichen der bevorstehenden Abreise. Es wurden die Lagerbauten zurückgebaut und die Zelte aufgeräumt. Dabei wurden etliche Sachen wieder gefunden, die im Laufe des Lagers abhanden gekommen waren. Die persönlichen Rucksäcke und Reisetaschen wurden soweit gepackt, dass am nächsten Morgen zügig das Lager abgebaut werden konnte.
Für den Abend war ein bunter Abend geplant. Alle Trupps waren den ganzen Tag damit beschäftigt, etwas für das Programm vorzubereiten.

Die Abschlussparty begann am Nachmittag mit diversen Spielen auf dem Platz. In drei verschiedenen Gruppen traten die Teilnehmer gegeneinander an. Die Gruppen hießen: Veras Haufen, Die Zementmischer und I love Scouts.

Als erstes mussten die Teilnehmer mit den Kanus auf Zeit einen Wolf, einen Kohlkopf und ein Schaf von einem Steg zum anderen transportieren. Dabei war zu beachten, dass niemals der Wolf und das Schaf alleine zusammen waren oder das Schaf und der Kohlkopf. Unter lauten Anfeuerungsrufen wurde diese Aufgabe von den einzelnen Kanubesatzungen gelöst.

Als nächstes wurden an den Kanus Luftballons befestigt. Die Aufgabe bestand darin, die Luftballons an den anderen Kanus zum Platzen zu bringen. Es entwickelte sich eine wilde Wasserschlacht auf der See, die den Kanubesatzungen alles abverlangte.

Die weiteren Spiele fanden dann an Land statt. Es mussten unter anderem Bälle in Eimer geworfen werden, Teilnehmer, denen die Augen verbunden waren, durch Zurufe über einen Parcours geleitet werden, Bälle mit Hilfe zweier langer Stangen über Hindernisse getragen werden. Zum Abschluss des Nachmittags wurde das Spiel “Familie Meyer fährt in den Zoo&rdquo" gespielt.

Nach einer Grillparty und ausreichenden Grillgut begann das Abendprogramm in der Großjurte. Alle Trupps hatten sich sehr viel Mühe mit der Programmgestaltung gegeben.

Als erstes führten die Wölflinge einen selbst geschriebenen Sketch auf. Dabei wurde das Lagerleben humoristisch aufgearbeitet. Für diese Aufführung erhielten sie tosenden Applaus.

Als nächstes traten die Jungpfadfinder auf. Sie führten einen Sketch auf mit dem Titel „Die Statue“. Daniel B. spielte die Statue „Block der Erste“. Jonas M. trat als Putzmann auf, der die Statur reinigte. Nach Abschluss der Reinigung war nicht nur die Statue sauber, sondern auch das Publikum war nass geworden. Tosender Applaus dankte den Akteuren diese Darbietung.

Die Pfadfinder traten musikalisch auf. Mit Gitarrenklängen wurde das Lied “10 kleine Pfadfinder” dargeboten. Dies war eine Ableitung von dem Lied “10 kleine Negerlein”. Diese Darbietung war super ausgearbeitet. Das Publikum war am Toben. Eine weitere Darbietung hatten die Pfadfinder vorbereitet. Nach eine kurzen Umziehpause kamen kleine Liliputaner in Kluft ins Zelt. Jeweils zwei Pfadfinder hatten sich in einen Liliputaner verwandelt, in dem einer seine Hände in den Schuhen hatte und der andere in den ärmeln. Dabei kam es zu manchen Koordinationsstörungen der Teilnehmer, als sie einen Tanz aufführten.

Der Abschluss wurde von den Rovern gestaltet. Sie holten sich 10 Personen aus dem Publikum, die dann pantomimisch verschieden Tätigkeiten vor dem Publikum darstellen mussten und das Publikum musste diese Tätigkeiten erraten.

Als letzten Punkt des Abends mussten die drei Gruppen Lieder vortragen. Dazu wurde ihnen ein Buchstabe genannt und sie mussten dann ein Lied vortragen, dessen Titel mit diesem Buchstaben begann. Wem dies am schnellsten gelang, erhielt eine Punkt. Voraussetzung war, dass alle Gruppenmitglieder das Lied auch kannten und mitsingen konnten.

Die Stimmung im Zelt war bombastisch. Es war ein sehr schöner Nachmittag und Abend. Allen hat es sehr gut gefallen.

Die Teilnehmer hatten sich wirklich viel einfallen lassen und es toll vorgeführt.

Am Lagerfeuer klang der Abend dann aus.

Mittwoch, 10. August 2011

Heute hieß es Abschied nehmen. Doch zuerst mussten alle Sachen verpackt werden, die Zelte sauber gemacht und eingepackt werden und weitere tausend Dinge erledigt werden. Doch dank des Einsatzes aller Teilnehmer war es gelungen, bis 11:00 Uhr den Platz aufgeräumt und sauber an die örtliche Lagerleitung zu übergeben. Nun wurden noch die VW Busse gepackt und um 12:00 Uhr konnte die Rückreise nach Wunstorf beginnen. Im Bus wurde es sehr ruhig, weil der eine oder andere Teilnehmer noch eine Mütze voll Schlaf nachholen musste. Gegen 19:00 Uhr waren wir wieder in Wunstorf, wo wir von den Eltern sehnsüchtig erwartet wurden. Alle Teilnehmer sind heile und gesund wieder zu Hause angekommen. Nach einer Abschlussrunde auf dem Parkplatz war das Abenteuer

Stammeslager St. Bonifatius 2011 in Holland

beendet.