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  Eine kleine Flamme geht um die Welt:  
Wunstorfer Georgspfadfinder holen das Friedenslicht nach Wunstorf

Über 3.000 Kilometer ist das kleine Licht weit gereist, am 3. Adventssonntag ist es in Niedersachsen angekommen: Nicolas Reimann und Vera Krautwald von den Wunstorfer St. Georgspfadfindern haben das Friedenslicht in diesem Jahr mit dem Zug aus Wien geholt. Das Licht wird jedes Jahr in Betlehem in der Geburtsgrotte Jesus entzündet, von wo es der Österreichische Rundfunk (ORF) nach Wien bringt und es dort an Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus ganz Europa verteilt. Das Licht erstrahlt in Kathedralen und Kirchen genauso wie in Moscheen und Synagogen. Die kleine Flamme wandert dann von Mensch zu Mensch, damit bis Weihnachten in vielen Häusern das Licht der Hoffnung brennt. Mittlerweile haben es die Georgspfadfinder an viele Wunstorfer, Steinhuder und Rehburger weitergeben.

Ausgerüstet mit Rucksäcken, Schlafsäcken und einem sandgefüllten Metallspezialbehälter zum sicheren Transport des Friedenslichts sind die beiden Wunstorfer Georgspfadfinder Vera Krautwald und Nicolas Reimann am 8. Dezember im Nachtzug nach Wien aufgebrochen, um das Friedenslicht in die Diözese Hildesheim zu holen. Nach der Besichtigung der Hauptsehenswürdigkeiten der österreichischen Hauptstadt nahmen sie zusammen mit vielen weiteren Pfadfindern aus allen Teilen Europas, aber auch aus Nord- und Südamerika an der Aussendungsfeier der per Flugzeug aus Jerusalem eingetroffenen Flamme teil. Spät am Abend des 10. Dezember fuhren sie dann nach einem gemeinsamen Wiener-Schnitzel-Essen mit österreichischen Pfadfindern mit dem Nachtzug nach Deutschland zurück.

Deutsche Delegation
Pfadfinderinnen und Pfadfinder der verschiedenen deutschen Pfadfinderverbände
holten das Friedenslicht in Wien ab und brachten es von dort in ihre Heimatregionen.

Da der Spezialbehälter aus Sicherheitsgründen nicht während der Fahrt geöffnet werden durfte, nutzten sie einen Zwischenstopp in München zum Kerzenwechsel. In Göttingen konnten sie das Friedenslicht aus dem Zug heraus an wartende Pfadfinder weitergeben, die es im südlichen Niedersachsen verteilten. Von Hannover aus wurde die Flamme im Spezialbehälter nach Braunschweig weitergefahren, während sich am Nachmittag Pfadfinder aus der ganzen Region und darüber hinaus zur Aussendungsfeier in Hannover-Kleefeld trafen, um die Flamme in ihre Heimatgemeinden zu bringen.

Deutsche Delegation
Nicolas Reimann verteilt das Friedenslicht gleich nach der Ankunft am Hauptbahnhof Hannover

Die Friedenslichtaktion steht in diesem Jahr unter dem Motto “Licht verbindet Völker” Nicolas Reimann erläutert: &ldqou;Uns ist in Wien bewusst geworden, dass wir diese Flamme und die Sehnsucht nach Frieden mit vielen Menschen auf der Welt teilen. Durch die Weitergabe des Lichtes wird dieses zum Werkzeug des Friedens, welches die Grenzen von Nationen, Religionen und Kulturen überwindet und dabei eine Verbindung zwischen den Menschen schafft.” Und Vera Krautwald ergänzt: “Mit diesem Licht ist es wie mit dem Frieden selbst: Er ist nicht selbstverständlich und wir können nicht abwarten, bis er zu uns kommt. Man muss etwas tun um Frieden zu schaffen.”

Nach dem Aussendungsgottesdienst in Kleefeld zeigten sich beide sichtlich erleichtert: “Wenn man die Verantwortung für das ununterbrochene Brennen einer so empfindlichen kleinen Flamme trägt, auf die in der Heimat so viele Menschen warten, ist man wirklich froh, wenn alle Verpflichtungen erfüllt sind.”

Die Georgspfadfinder haben das Friedenslicht am Samstagabend in der St. Marienkirche in Rehburg-Loccum an die Besucher des von ihnen mitgestalteten Gottesdienstes verteilt. Es wird die ganze Weihnachtszeit über in den Altarräumen der katholischen Kirchen in Rehburg-Loccum, Steinhude und Wunstorf brennen und kann dort als Symbol des weihnachtlichen Friedens abgeholt werden.

Deutsche Delegation
Die Wölflinge des Stammes St. Bonifatius Wunstorf haben das Friedenslicht an Kunden von Neukauf-Kappe verteilt