Navigation: Home - Berichte - Stammeschronik 2012 Layout neu laden
Chronik 2011   Stammeschronik 2012   Chronik 2013
Stamm St. Bonifatius Wunstorf
aktuelle Fassung vom 05.03.2015

Zu Beginn des Jahres wurden die Pfaditruppstunden jeweils mit einem Auftaktspiel begonnen. Es wurden auch Artikel für den Verkauf hergestellt, um das Pfingstlager in Westernohe zu finanzieren.
Sieben Pfadis fuhren an einem regnerischen Wochenende nach Osterode. Aufgrund des unwinterlichen Wetters ohne Schnee besuchten sie die naturgemäß überdachten Karsthöhlen. Es gab auch Kontakte zu Osteroder Pfadfindern - u.a. traf man sich zu einem gemeinsamen Chaoskochen. Besucht wurde auch das monumentale Kyffhäuserdenkmal und man lief abends in Bad Sachsa Schlittschuh. Auf dem Rückweg besuchten die Pfadis noch die Steinkirche in Scharzfeld.

Auch die Jupis fuhren wieder auf ihr traditionelles Rodelwochenende in St. Andreasberg. Höhepunkte waren die Versprechensfeier und das Rodeln auf einer Gewebeplane.

Die Stuko auf dem Wohldenberg stand unter dem Motto “Schlag den Rover-AK”. Unsere Rover erfanden dabei das neue Spiel “Kerzen mit der Nase auspusten”. (Warnhinweis für Nachahmer: versucht niemals Kerzen auszupusten, die in einem mit Sand gefüllten Glas stehen). Alle hatten viel Spaß, doch am Ende hat doch der AK gegen die Roverrunden gewonnen.

Die Wölflinge töpferten im Februar in ihren Truppstunden. Ihre Kunstwerke wurden dann im Töpferofen in der Nr. 15 gebrannt.

Einer kurzen Leiterrunde am 21.3.2012 folgte ein langes Kochduell der Stufenleitungsteams. Für jede Stufe stand ein Trangia-Kocher zur Verfügung. Nach der Zubereitung wurden die Gerichte nacheinander von allen probiert und am Schluss bewertet: für das beste Gericht konnten vier Punkte vergeben werden, für das zweitbeste 3 und so weiter bis zu einem Trostpunkt für das letzte Gericht. Am Ende gab es folgendes Endergebnis:

Stufe: Gericht: Ergebnis:
Jupis Knoblauchsuppe 52 Punkte
Wölflinge Tomatensuppe 47 Punkte
Rover Früchtequark 32 Punkte
Pfadis Milchreis 26 Punkte

Somit haben die Jupis trotz des extrem hohen Knoblauchgehalts Ihrer Suppe gewonnen und durften zur Belohnung abwaschen.

Ende April fuhren vor allem Jupis und Rover mit zwei Bullis zur Bezirksgeorgsmesse nach Hameln.

Zur Crisammesse fuhren viele Stammesmitglieder nach Hildesheim.

Am Ostersamstag grillten die in den Osterferien daheim gebliebenen Stammesmitglieder wieder seit dem Nachmittag das Osterlamm über einem offenen Feuer und verteilten es nach der Feier der Osternacht zusammen mit Krautsalat an die Gemeindemitglieder.

Den nachfolgenden Bericht verfasste Vera:
Das Kochduell der Roverstufe aus dem Hannoverbezirk
Insgesamt ca. 20 Roverinnen und Rover trafen sich am Samstagmittag, den 5. Mai im Pfarrheim der Kath. Kirche Pattensen, um gemeinsam ein erst etwas schwierig erscheinendes Kochduell über dem Feuer zu beginnen. Nachdem alles aufgebaut und die Gruppen eingeteilt waren ging es auch schon los. Jede 6er Gruppe bekam die Aufgabe mit nur 6€ ein 3-Gänge-Menü unter anderem über dem Feuer zu kochen.
Nachdem alle erst etwas sprachlos waren, weil sich keiner vorstellen konnte wie das machbar sein soll, kam jedoch eine Idee nach der anderen. Das Motto der Gruppen hieß nun “Sammeln und hoffen, dass etwas Vernünftiges zusammen kommt”. Nun begaben sich die einzelnen Gruppen auf den Weg und schon bald war klar, dass sie mit ihren Ideen weit mehr Erfolg hatten, als sie je für möglich gehalten hätten. Sie klingelten an Haustüren, fragten in Supermärkten, Restaurants und Hotels nach und eine Gruppe sammelte sogar Pfandflaschen die sie eintauschten. Einige Teilnehmer berichteten hinterher: “Wir hätten nie gedacht, wie hilfsbereit Menschen sind, wenn man freundlich nachfragt.”
Zurück im Pfarrheim präsentierten erst einmal alle, was sie schönes bekommen hatten und sogar jede Gruppe brachte noch etwas von seinem Startkapital mit zurück. Jetzt wurde noch das Ein oder Andere unter den Gruppen getauscht. Dann ging es mit dem Kochen richtig los! Alle hatten bei den Vorbereitungen viel Spaß und halfen kräftig mit. Nebenbei entstanden immer kreativere Ideen, wo bei der Aufgabenstellung nicht einmal dran zu denken war. Es wurden Äpfel über dem Feuer karamellisiert, aus Gurkenscheiben wurden Lilien geschnitzt, Dessertschalen dienten zum Formen des Hauptgangs und mit Blumen wurden die Teller verziert.
Bei so tollen Ergebnissen, wo unter anderem die Kreativität, die Aufmachung, der Geschmack, die Menge und das Finanzielle zu berücksichtigen war, fiel es der Jury ganz schön schwer den Gewinner zu küren.
Als dann alle satt waren, endete der Abend bei gemütlichem Beisammensein am Feuer, und am nächsten Morgen ging es langsam wieder nach Hause.

In der Wölflingsstufe stand Mitte Juni die Mutprobe von Jan Daniel an. Fiese Verbrecher hatten den Pfadfindern etwas geklaut und so führte ihn ein spannendes Geländespiel, in dem er u.a. Geheimschriften entziffern und die von seinen Truppkameraden gelegten Pfeile finden musste schließlich in die Gärten zweier Privatgrundstücke in der Maxstraße und dort konkret bis in die Krone eines mächtigen Süßkirschbaumes. Am Ende hatte er den Schatz gefunden und gemeinsam mit den anderen vernascht. Seine Mutprobe war damit mit Bravour bestanden und er legte noch vor Ort sein Wölflingsversprechen ab. Zurück zum Pfadikeller ging es dann voller Stolz und mit einem orangefarbenen Halstuch.

Die Pfadis zelteten im Frühjahr mal wieder auf dem Hesterbergschen Hof in Winzlar. Sie haben dabei viel Holz gesägt, einen eigenen Donnerbalken gebaut und auch benutzt. Im Rahmen eines Naturkosmetikexzesses ließ sich Allegra von Janine die Haare mit rohem Ei waschen.

Pfingsten wollten die Rover keine Landratten bleiben: Bei schönstem Sommerwetter starteten sie am 25.6. mit den Stammeskanus von der Einmündung der Aue aus in die Leine. Die Boote waren schwer beladen, denn Rover ziehen bzw. paddeln bekanntlich nicht ohne ihre Schwedenstühle ins Lager. Die erste Nacht verbrachten die Rover auf einer Kuhfladenwiese bei Empede. Angesichts des niedrigen Wasserstandes wurde ansonsten auf Sandbänken kampiert, die hinterher nach aufwändiger Renaturierungsarbeit selbstverständlich besser hinterlassen wurden, als sie vorgefunden worden waren. Schließlich diente eine solche einer eintägigen Strandparty als Unterlage. Insgesamt wurde allerdings nicht viel gepaddelt, auf Flüssen kommt man ja auch faulenzend voran.

Da die alte Konstantinkerze nach 5 Jahren ziemlich heruntergebrannt war, gestalteten die Rover eine neue.

Am Sonntag nach Fronleichnam, dem 10. Juni nahmen einige Stammesmitglieder an der Fronleichnamsfeier auf der Insel Wilhelmstein teil.

Am 16.06.2012 berichtete Frau Ruppelt vom Wunstorfer Blatt im Vorfeld des anstehenden Stammesjubiläums über einen auf Einladung der Wunstorfer KAB gehaltenen Vortrag in der Nr. 15:
Am Freitag hielt Dr. Dirk Neuber, ein langjähriges Mitglied der Wunstorfer Pfadfinder, im Pfarrheim einen Vortrag zum Thema “Die Pfadfinder weltweit und in Wunstorf”.

Anlass dazu war das 60. Gründungsjubiläum der katholischen Georgspfadfinder vom Stamm St. Bonifatius Wunstorf, das in der nächsten Woche gefeiert wird. Viele langjährige Mitglieder der Pfadfinder und sogar einige Gründungsmitglieder der Wunstorfer Gruppe waren anwesend und fügten dem informativen Vortrag persönliche Anekdoten bei. Die Pfadfinderbewegung entstand vor über 100 Jahren, als Lord Robert Baden-Powell, ein Offizier des British Empires, der durch militärische Erfolge in den Burenkriegen berühmt wurde, in Afrika sogenannte Scouts in der Spurensuche ausbildete. In Wunstorf wurde 1952 von sieben Jungen im Alter von 13 Jahren die “Sippe Wolf” gegründet. Die Mitglieder der Jungschar, einer damals aktiven katholischen Jugendorganisation, hatten in einem Zeltlager Pfadfinder aus Nienburg kennen gelernt und wollten ebenfalls Pfadfinder werden. Den sieben Jungen war dabei weitgehend gemeinsam, dass sie in Schlesien geboren waren und damit als Katholiken in Wunstorf in der Diaspora einer Minderheit angehörten. Sie waren außerdem bereits Messdiener und stammten nach der Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten aus ärmeren Verhältnissen. Die anwesenden Gründungsmitglieder berichteten, dass ihnen die Gemeinschaft der Pfadfinder geholfen habe, in dieser Situation Halt und Selbstvertrauen zu finden. Das Fahrrad war den Jungen damals der wertvollste Besitz. In der ersten Stammesphase bis 1967 radelten die Wunstorfer Pfadfinder durch weite Teile Europas. Ende der sechziger Jahre löste sich die Gruppe dann auf, wurde jedoch 1977 neu gegründet und erlangte 1979 die Wiederanerkennung als Stamm. Heute zählt der Stamm St. Bonifatius circa 50 Kinder und Jugendliche, die von 16 ehrenamtlichen Leiterinnen und Leitern betreut werden.

Jubiläumslager
Vor 60 Jahren taten sich einige damals 13 bis 14 Jahre alte Jungen aus der Wunstorfer St. Bonifatiusgemeinde zusammen, um eine Idee zu verwirklichen: Sie gründeten 1952 den Stamm St. Bonifatius Wunstorf der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg. Viele schöne und bedeutsame Erlebnisse und Erfahrungen aus sechs Jahrzehnten Stammesgeschichte sind in der Erinnerung lebendig. Um diese auszutauschen und neben den aktiven auch allen ehemaligen Pfadfindern des Stammes ein Wiedersehen zu ermöglichen, wurde das Jubiläum vom 22. bis 24. Juni mit einem Zeltlager auf der Badeinsel gefeiert. Insbesondere am Samstag, 23. Juni, waren alle Ehemaligen und Freunde der Stämme St. Marien Rehburg und St. Bonifatius Wunstorf herzlich auf die Badeinsel nach Steinhude eingeladen.

Für die Stammesmitglieder begann das Jubiläumslager auf der Badeinsel bereits am Freitag. Gegen 16:00 waren alle eingetroffen und begannen mit dem Aufbau der Übernachtungszelte − die Versammlungsjurte, das Küchen− und das Materialzelt standen bereits schon. Das Abendbuffet war sehr abwechslungsreich mit Salaten, Gemüse und Würstchen. Während Deutschland im EM-Achtelfinale gegen Griechenland siegte, fand in der Jurte die diesjährige Stammesversammlung statt. Die Stufen berichteten über ihre Aktivitäten in den vergangenen 12 Monaten, und anschließend sorgte eine Handvoll Personal− und Sachentscheidungen für stundenlange Diskussionen. Dies führte dazu, dass es selbst am längsten Tag des Jahres nicht möglich war, die Versammlung zu beenden, bevor es draußen zappenduster war. Immerhin: mit der Stammesversammlung endete auch der letzte Schauer und die Teilnehmer konnten für den Rest der Nacht am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel sitzen.
Am nächsten Morgen herrschte strahlender Jubiläums-Sonnenschein. Nur Felix wollte nicht aufstehen, nicht einmal, als Klein-Jan ihn wachzuküssen versuchte. Nach der Morgenrunde gabt es viele Spiele, Specksteinschleifen und Aktivitäten auf dem nahen Spielplatz und dem nahen Strand. Nach dem Mittagessen startet das Festprogramm um 13.30 Uhr mit ein paar Geburtstagsreden und Geschenkübergaben und einem altersgemischten “Spiel ohne Grenzen”. Währenddessen waren schon viele Ehemalige eingetroffen und schwelgten in alten Erinnerungen. Höhepunkt war um 17.30 Uhr ein von Heinrich Metzner zelebrierter Feld-Festgottesdienst, an dem knapp 200 Pfadfinder, Ehemalige und Gäste bis hin zum ehemaligen Stammeskuraten Werner Langer teilnahmen.

Beim Iron-Jupi Wettbewerb bewährten sich unsere Jupis in Morsen, Knotenkunde etc. und räumten am Ende einen Pokal und einen kichernden Plüsch-Elch ab.

Die 6 Pfadfinder sammelten vor den Ferien im Rahmen der Bundesjahresaktion “Aktion 12”, die sich mit Kinderarmut beschäftigt, Spenden. Dazu wurden vor dem Eingang zu Marktkauf selbst gezüchtete Sonnenblumen gegen eine freiwillige Spende verteilt. Mit dem Erlös sollte benachteiligten Kindern und Jugendlichen in der unmittelbaren Umgebung geholfen werden. Das persönliche Motto des Trupps dazu lautete: “Sonnenblumen, damit Kinderaugen strahlen können!” Die Spendenhöhe überließen die Pfadis den Spendern. Stephan erklärte gegenüber der Presse, dass man die Sonnenblumen auch für einen Cent abgeben würde, da jeder Cent helfe. Dies war bereits die dritte derartige Aktion. Zuvor hatten sie schon vor Neukauf und der Steinhuder St. Hedwigskirche Sonnenblumen verteilt und dabei beachtliche 250,- Euro erzielt. Ein Teil des gesammelten Geldes wurde dem Projekt “Kurze Wege” gespendet.

Die Pfadis arbeiteten in dieser Zeit an der Machbarkeitsstudie für ein Auslandslager 2014 und beschäftigten sich mit dem Diözesanstufenlager U13, das nächstes Jahr stattfindet.
Die Rover trafen sich auch in den Ferien. Danach wurden die Neuen von den Alten durch “Vorzeigerover” willkommen geheißen.

Gleich nach den Sommerferien nahmen vor allem Wölflinge am Gemeindefest teil, das dieses Jahr wieder in Rehburg stattfand. Mit Banner zogen sie zum Gottesdienst in die Kirche ein. Sie hängten auch Seile in den Baum vor der Kirche, an denen geklettert werden konnte und verkauften bei schönstem Sommerwetter Stockbrote und Waffeln.

Die acht Wölflinge wählten sich im Herbst das Thema “Filme und Kochen”, wobei es nicht etwa ums Filmegucken, sondern Filmedrehen und natürlich Essen ging.

Die 15 Jupis spielten im Herbst Kennlernspiele. Als Thema wurden Anderssein und Behinderung in den Truppstunden behandelt. So sah man die Jupis beispielsweise Anfang Oktober mit verbundenen Augen eine Truppstunde lang durch die Stadt ziehen, verbunden nur durch ein Seil und geleitet von den Anweisungen eines Hinterhergehenden.

Am 8. November trafen sich Leiter und Rover zu einem einstündigen Praxisseminar im Wunstorfer Hallenbad. Thema war − sehr zum Amüsement der übrigen Schwimmgäste − bekleidetes Schwimmen in schwabbeligen Trainingsanzügen oder topmodernen Schlafanzügen. Ziel war es, am eigenen Leib zu erfahren, wie schwierig es ist in Kleidung zu schwimmen, sich ohne Schwimmweste über Wasser zu halten und mit Schwimmweste nach versunkenen Gegenständen zu tauchen. Hinzu kamen einige lebensrettende Übungen für den Fall, dass man mit dem Kanu mitten auf der Müritz kentert und sich eine improvisierte Schwimmweste aus dem basteln muss, was man dann noch bei sich hat.

Vom 16. bis 18. Leiterwochenende nahm nahezu das gesamte Leitungsteam (14 von 17) an einem Leiterwochenende im Naturfreundehaus Hannover teil. Der Vorstand hatte eine bunte Programmischung aus Informationen beispielsweise über Trisomie 21 Kinder, Kommunikationstheorie und –praxis, Diskussionen über eine verbesserte interne Kommunikation und Zusammenarbeit, aber auch Spiele und Outdooraktionen zusammengestellt, die bei den Teilnehmern sehr gut ankam. Ergänzend hinzu kamen Gesangsübungen für weniger Dissonanzen am Lagerfeuer und schließlich ein eindrucksvoller, von Stammeskurat Werner Kohrs vorbereiteter Wortgottesdienst. Angesichts der liebevoll leckeren Küche hätte das Wochenende keinesfalls länger dauern dürfen − sonst hätten die Teilnehmer einige Pfunde zugelegt.

Schon am nächsten Wochenende startete die traditionelle Lange Wölflingsnacht − leider im strömenden Regen, der die Planung zunichte zu machen drohte. Schließlich standen vier Mutproben an, bei denen die angehenden Wölflinge Stockbrot für alle machen sollten. Also wurde erst ein Pavillondach errichtet, darunter ein Feuer gemacht und schließlich über der Glut Stockbrote für 18 Personen gebacken. Hier Gabys ausführlicher Bericht dazu:
Zur Langen Wölflingsnacht trafen sich 11 Wölflinge, 4 Leiter sowie als kleiner Gast Nicolai, um gemeinsam zunächst der Mutprobe von Leilani, Isabell, Tom und Tommy zuzusehen. Die Aufgabe von Tommy und Leilani war, (leider im Regen) zunächst eigenständig ein Feuer zu entfachen und dann am Leben zu erhalten, während Tom Stockbrotteig zubereiten musste und Isabell versuchte, den widerspenstigen Teig um die Stöcke zu wickeln. Nachdem die vier erfolgreich Stockbrote für alle gebacken hatten, wurden sie gemeinsam verschlungen. Das aktuelle selbst gewählte Thema der Wölflinge war “Filmen” und “Essen” und getreu diesem Motto verkleideten sich anschließend die Wölflinge mit den mitgebrachten Kostümen. Es wurde in groben Zügen eine wilde Handlung entworfen, die sich um den Affen Isadur drehte, der gemeinsam mit einer untoten Prinzessin und anderen Bösewichtern wie eine Vogelscheuche und ein Gespenst nach und nach unschuldige Waldbesucher abmurkst. Nachdem der erste Teil des Filmes im Kasten war, sich jedoch eine Maus, ein Feuerwehrmann und ein Wölfling ebenso wie die Handlung unkoordiniert im Keller verirrten, wurde eine schöpferische Pause eingelegt. Diese wurde genutzt, um das zuvor in Kleingruppen zubereitete 4 Gänge-Menü zu verspeisen. Dieses bestand aus Döner, Pizza (wobei anhand zweier Pläne die Pizzastücke akribisch den einzelnen Teilnehmer zugeordnet wurden und von diesen separat belegt wurden), einem Obstsalat sowie Schoko-und Vanillepudding.
Nach dem Abwasch wurde der letzte Teil gefilmt, wobei die Handlung naturgemäß auf ein Happy End hinauslief. Diese sah bei den Wölflingen folgendermaßen aus: Die Waldbesucher standen dann wieder auf (oder wurden zumindest neue Untote) und informierten die Polizei. Diese setzte die Bösewichter wieder fest und konnte sie trotz mehrerer Fluchtversuche letztendlich alle dingfest machen. Fazit: es hat allen Spaß gemacht und es wurde geschafft, in relativ kurzer Zeit eine Handlung zu entwerfen, wo unterschiedlichste Charaktere zum Zuge kamen − auch wenn offensichtlich nicht jedem immer klar war, ob er nun gut oder böse war.
Kurz vor 23:00 machten sich alle auf, um im Anstaltspark im Fackelschein das Versprechen von Isabell, Leilani, Tom und Tommy mitzuerleben. Nach der Rückkehr kuschelten sich zwar die ersten Wölflinge zaghaft in ihre Schlafsäcke, wurden jedoch noch durch Spiele, Quatschen und Sterne basteln länger von Schlafen abgehalten. Gegen 3:00 gaben auch die letzten tapferen Wölflinge auf und verkrochen sich endgültig in den Säcken, bevor gegen 6:30 das erste Geflüster losging. Nach dem gemeinsamen Frühstück, dem Aufräumen und der Reflexion wurden die übermüdeten Wölflinge wieder von ihren Eltern eingesammelt.

Der Pfadfinderkeller stand nicht lange leer, denn kurz darauf startete die traditionelle Verkleidungsparty der Rover mit Kostümcontest und anschließender Kellerübernachtung. Weitere Roveraktionen waren ein Chill-Wochenende in der Nähe von Wunstorf mit gemeinsamem Kochen.

Bei der Langen Jupinacht gab es Pizza und Obstsalat aus eigener Fertigung, und auf einer Nachtwanderung musste jeder ein Stück allein durch den stockfinsteren Wald gehen. Anschließend wurden Filme geschaut und Gruselgeschichten gelesen.

Bei den Rovern standen im Herbst noch die Baumpflanzaktion in Hildesholz als Ausgleichsmaßnahme für den Umbau des dortigen Pfadfinderzentrums und Schwimmen gehen sowie ein geiles Nikolaus-Wochenende auf dem Gailhof auf dem Programm. Pfadis und Wölflinge brachten auf dem Weihnachtsbasar der Pfarrgemeinde wieder Selbstgebasteltes unter die Leute − die Nachfrage blieb aber leider hinter den Erwartungen zurück.

Am 14.12. fand − wie alle Jahre wieder − die traditionelle Leiter-Adventsfeier mit Feuerzangenbowle und Raclette statt.

Da die Pfarrgemeinde St. Bonifatius in diesem Jahr zwar den Abriss der profanisierten Hl.-Kreuzkirche in Luthe verkraften musste, aber mit St. Konrad in Bokeloh eine neue Kirche samt Glaubensbrüdern- und Schwestern hinzukam, bastelten die Jupis eine vierte große Friedenslichtlaterne. Am Vorabend des Vierten Advents, dem 22.12. brachte der Stamm daher das zuvor aus Hannover abgeholte Friedenslicht erstmals nach Bokeloh in einen wiederum thematisch mitgestalteten Gottesdienst. Winfried Gburek berichtete darüber am 29.12. im Wunstorfer Stadtanzeiger:
Mit Frieden gewinnen alle
Großes Interesse an Aussendefeier des Friedenslichtes
Feierlich und mit vier großen Laternen, mit dem Friedenslicht aus der Geburtsgrotte von Bethlehem, zogen Vertreter aller Pfadfinderstufen vom Stamm St. Georg der St. Bonifatius-Pfarrgemeinde in die Bokeloher St. Konrad-Kirche. Dort wurden sie mit Gesang durch die Musikgruppe “JUMBO” und der Gemeinde, sowie dem Liturgen Pastor Cyriac Chandrankunnel MST herzlich empfangen. Es sollte gleichzeitig der Aussendungsgottesdienst des Lichts für die ganze Pfarrgemeinde sein, der in diesem Jahr zum ersten Mal in Bokeloh stattfand.
Das Interesse an diesem Gottesdienst war besonders groß. Teilnehmer aus allen Teilbereichen der Gemeinde nahmen daran teil. Die Plätze in den Bänken reichten nicht aus. Schnell wurden zu Beginn des Gottesdienstes Stühle in den Seitengängen aufgestellt. Das Friedenslicht aus Bethlehem erreichte zuvor an Bord vieler Züge am Morgen des dritten Advents Deutschland und somit auch Hannover. Von dort holten es die Wunstorfer DPSG-Pfadfinder nach Wunstorf. Pfadfinderinnen und Pfadfinder reichten die kleine Flamme mit der großen Bedeutung schon an vielen Bahnhöfen aus dem haltenden Zug an Wartende weiter. In rund 300 Aussendefeiern wird das Licht darüber hinaus weitergegeben. In Kathedralen und Kapellen, in Altenheimen und in Ministerien, an vielen Orten wird innegehalten und an die große Hoffnung der Menschen erinnert, an den Frieden. So stand die diesjährige Friedenslichtaktion auch unter dem Motto “Mit Frieden gewinnen alle”. Diesen Leitgedanken griff der Kurat der Wunstorfer Pfadfinder, Werner Kohrs, in seiner Predigt auf und betonte, wie schnell ein Licht verlöschen kann oder auch von anderen bewusst “ausgetreten wird”, was oftmals in vielen Teilen der Welt geschieht. Gleichzeitig stellte er das Friedenslicht dem grellen Licht der Städte gegenüber, in denen es trotz des Lichtes menschlich kalt bleibe. Ebenso eindrucksvoll brachten Pfadfinder ihre Fürbittgebete ein, bei dem der Aufruf zum Teilen des Friedens in den eigenen Familien ebenso vorkam, wie der Aufruf zum Frieden in den Krisengebieten der weiten Welt. Am Ende des Gottesdienstes nahmen viele Gottesdienstbesucher die Einladung gern an, das Licht aus Bethlehem in ihren mitgebrachten Laternen oder in bereitgestellten Bechern mit in ihre Wohnungen zu nehmen. Die vier großen Pfadfinderlaternen bekamen ihren weithin sichtbaren Platz in den vier Kirchen der St. Bonifatius-Pfarrgemeinde.

Zum Jahresende gehörten dem Stamm 7 Wölflinge und Schnuppermitglieder, 13 Jupis, 7 Pfadis, sagenhafte 24 Rover und 15 Leiterinnen und Leiter an.