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Stamm St. Bonifatius Wunstorf
aktuelle Fassung vom 05.01.2013

Die Rover des Diözesanverbandes Hildesheim haben in “Windeseile” den Gipfel von Norddeutschlands höchstem Berg erklommen. In Wort und Bild wurde hierüber im Programm des Mitteldeutschen Rundfunks berichtet. Gerüchte besagen, dass das Besteigen des Brockens mit Anreise in der Mittagspause zwischen 12:30 Uhr und 13:15 Uhr des ansonsten sehr umfangreichen samstäglichen Tagesprogrammes in Form von Workshops zur Ergreifung der Weltherrschaft geschah! :-)
Ein Rover hat besondere Härte bewiesen, indem er die Tour ohne Zuhilfenahme einer Jacke bestritt und dies sogar überlebte! So stand er, einem Rover würdig, in Kluft und mit rotem Tuch zum Fernseh-Interview bereit. Eine Aktion der besten Menschen der Welt - Rover! :-)

Vom 14.-16.1. nahmen einige Stammesmitglieder am Ausbildungswochenende in Bredenbeck/Deister teil.

Bei den Wölflingen war im Februar vor allem Spielen angesagt: Das Thema Wasser ließ bei dem Wetter kaum Aktionen draußen zu, aber die länger werdenden Tage ließen die Zeit des Versteckenspielens im dunklen Pfadfinderkeller schwinden, und so genossen die Wölflinge es noch einmal ordentlich. In einer Truppstunde vertauschten sie dann alle ihre Namen und jeder schlüpfte in die Rolle eines anderen. Die drei, die in die Rollen ihrer Leiter geschlüpft waren, machten die frustrierende Erfahrung, wie schwierig es ist, Aufmerksamkeit und Gehör zu finden.

Acht Jupis und drei LeiterInnen trafen sich vom 18.02.-20.02.11 zu einem Rodelwochenende in St. Andreasberg. Mit dabei waren weitere 14 Jupis und LeiterInnen aus Mühlenberg und Lehrte. Beim Rodeln unter besten Rodelverhältnissen und Schwimmen (Bad Sachsa) hatten alle Beteiligten viel Spaß. Am Samstagabend fand unter der Leitung von Michael Wendland (Bezirksvorstand Harzbezirk) eine Abenteuernachtwanderung statt. Der Höhepunkt der Nachtwanderung war zweifellos die Versprechensfeier auf der “Hohen Klippe”, bei der fünf Jupis aus Wunstorf ihr Jungpfadfinderversprechen ablegten. Anschließend gab es noch einen selbst gebrauten Zaubertrank. Aus Zeitgründen war die Teilnahme an der samstäglichen Vorabendmesse leider nicht möglich. Deshalb fand am Sonntag eine ausgedehnte Morgenrunde mit spirituellem Schwerpunkt statt. Alle Kinder und Betreuer kehrten am Sonntag wieder unbeschadet an ihre Heimatorte zurück.

Die Rover waren Ende Februar fleißig damit beschäftigt, die Küche im Pfadfinderkeller zu renovieren. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, insbesondere was den kreativen Umgang mit der DPSG Lilie anging.

Bei den Jupis lief im Frühjahr das Projekt “Alternative Energie”. In ersten Versuchen wurden Thermowindräder gebaut. Im weiteren Verlauf wollten die Jupis Windräder zur Stromerzeugung bauen, mit denen im Sommerlager ggf. Handys geladen oder Zelte beleuchtet werden können.

In der Nacht vom 13 auf den 14. Mai fand in Arpke/Lehrte der “Iron Jupi 2011” statt. Nach einigen lustigen Kennenlernspielchen war es endlich dunkel genug, um gegen 23 Uhr das Nachtstationenspiel zu beginnen. An Feldern und Wäldern entlang liefen die 19 Teilnehmer aus den Trupps Wunstorf, Neustadt, Mühlenberg und Kirchrode, um den begehrten Pokal zu ergattern. Etliche Aufgaben waren zu lösen. Hohe Konzentration und Hellwachsein war dann gefordert, um zu nächtlicher Stunde noch Kooperationsspiele, Morsen, Schauspiel und Pfadfindergesetze zu bewältigen. Die Siegerehrung fand am nächsten Morgen nach dem verdienten Schlaf statt. In einem engen Kopf-an-Kopf-Rennen gewann dieses Mal der Trupp aus Wunstorf den Pokal und darf somit 2013 als Titelverteidiger den nächsten Iron Jupi ausrichten. Der Tag wurde durch eine schöne Georgsmesse abgerundet.

Die Pfadis arbeiteten im Frühjahr an der Erstellung eines Buches über Pfadfinder. Die Rover haben verschiedene Aktionen durchgeführt. Dazu gehörten Schlittschuhlaufen, Bowlen und der Besuch der Stuko.

Der damals noch aus Christoph und Daniel bestehende Rover-Arbeitskreis lud zum 1. April unterstützt von Vera und Lutz zu einer Wochenendaktion “Rover woll’n Mee/hr” an das Steinhuder Meer ein. Da sich absolut niemand dazu anmeldete, warf das Planungsteam kurzerhand das Programm über den Haufen und machte sich alleine mit Fahrrädern daran, das Steinhuder Meer zu umrunden. Es wurde viel Sonne getankt, Eis geschleckt, einige Kilometer zurückgelegt, viel gelacht und ein paar Geos gecacht. Bei Stephan klang der Tag dann gemütlich am Grill aus.

In diesem Jahr fand die Bezirksgeorgsmesse aus terminlichen Gründen erst am 14.05.2011 mit unserem Bezirkskuraten Christoph Lindner und dem Stammeskuraten Werner Mellentin in Lehrte statt. Am Vormittag konnten sich insbesondere die Jupis noch einmal beim Chaosspiel austoben. Mit dabei waren in diesem Jahr Pfadfinder/innen aus den Stämmen Hl. Engel, Maximilian Kolbe (Mühlenberg und Lehrte), St. Peter und Paul Neustadt und St. Bonifatius Wunstorf, die auch gemeinsam die Heilige Messe feierten. In der Geschichte vom König, der mit einem Halunken das Brot teilt und die deshalb zu Freunden werden, führten die Jupis in die Thematik von Vergebung und Freundschaft ein.

Vom 21.-22. Mai 2011 trafen sich Wölflinge und Pfadfinder zu einem gemeinsamen Abenteuerlager oberhalb Obernkirchens. In herrlicher Lage am Hang der Bückeberge durften sie ein direkt am Waldrand gelegenes Privatgrundstück zum Zelten nutzen und die Sanitäranlagen der ein paar Minuten entfernten Liethhalle. Während die Wölflinge bequem mit Autos anreisten, zeigten die Pfadis, was in ihnen steckt und erreichten den etwa 35 km vom Pfadikeller entfernten Lagerplatz schließlich völlig groggy, aber stolz. An dem Abend war mit ihnen nicht mehr viel los. Die Wölflinge tobten dafür umso mehr herum. Sie bauten auch im Wald eine Seilbrücke über einen Bach, (die sie so oft überquerten, bis dann doch fast jeder einmal hineingefallen war) und beobachteten Molche. Irgendwann kamen einige Mädchen auf die Idee, auf dem Hosenboden eine hohe Erdböschung hinunter zu rodeln und noch später zu der Erkenntnis, dass man noch schneller rutschen kann, wenn man zuvor einen Eimer Wasser hinuntergekippt hat. Das Ergebnis waren fröhlich jauchzende Kinder, deren Rutschpartie jeweils am Fuße des Abhangs in einer riesen Schlammpfütze endete und bei denen auch nicht im Entferntesten zu erkennen war, welche Farbe ihre Kleidung ursprünglich gehabt hatte. Am zweiten Abend unternahmen die Pfadis noch eine Nachtwanderung zu einem Aussichtspunkt über die Schaumburger Ebene. Dort legten einige Truppmitglieder in toller Atmosphäre ihr Pfadfinderversprechen ab. Am Montagmorgen waren die meisten Pfadfinder, die den Marsch nach Obernkirchen mitgemacht hatten, nicht in der Lage zu Fuß zur Schule zu gehen.

Vom Pfingstlager der Jungpfadfinder wurden gleich rekordverdächtige drei Lagerberichte verfasst, die im Folgenden zusammengefasst wurden:
Pfingstlager der Georgspfadfinder: Jupis unterwegs auf der Weser
Am Freitag dem 10.6.2011 trafen wir Jungpfadfinder der DPSG Wunstorf uns am Pfadfinderkeller. Von dort aus sind wir mit Autos und unserem Bootstrailer nach Bad Oeynhausen gefahren. Mit 6 Kanus paddelten wir 9 km auf der Weser nach Porta Westfalica. Dort bauten wir unsere Zelte auf und ruhten uns erst einmal aus. Zum Abendessen gab es Rührei.
Am Samstag gab es Brot, Aufschnitt und Kakao zum Frühstück. Danach haben wir die Strecke von 36 km unter großen Anstrengungen und mit mehreren Pausen zurückgelegt und mussten dabei auch eine Staustufe über eine Rutsche überqueren. In Heimsen haben wir bei der evangelischen Pastorin in ihrem Garten übernachtet. Die Nacht war anstrengend, denn es musste dort auch Nachtwache gehalten werden.
Am Sonntagmorgen gab es zunächst eine Morgenrunde. Es war Pfingstsonntag und die Pastorin hat uns noch durch die Kirche geführt. Danach fuhren wir Jungpfadfinder die 10 km von Heimsen bis nach Stolzenau. Auf dieser Etappe musste eine weitere Staustufe überwunden werden, indem wir die Kanus auf einem Wagen schleppten. Nach ungefähr drei Stunden kamen wir auf dem Campingplatz in Stolzenau an. Dann hieß es wieder Zelte aufbauen. Zur Belohnung ging es danach in die Eisdiele „Martino“. Anschließend haben wir gespielt und sind zur Abkühlung im kalten Wasser der Weser Schwimmen gegangen. Zum Abendbrot gab es Nudelsalat und wir grillten Würstchen und Fleisch.
Am Montag lagen die restlichen 21 km unserer Kanutour vor uns. An einer weiteren Staustufe durften wir mit den Kanus die Rutsche hinab rutschen. Am Nachmittag kamen wir in Nienburg an, mussten unsere Kanus säubern und auf Vordermann bringen und sind dann mit Autos wieder nach Wunstorf gefahren. Im Pfadfinderkeller haben wir alles aufgeräumt, eine Schlussrunde gemacht und sind von dort aus nach Hause gefahren.
Die Pfadfinder machten Pfingsten eine insgesamt 200 km lange Fahrradtour bis nach Friedland/Harz und feierten dabei zwei Geburtstage “richtig cool”

Am 1. Juli unterstützten die Rover mit einer Stockbrotbackaktion während des Sommerfestes unserer Kindertagesstätte die Umgestaltung des Außengeländes %minus; denn der Erlös in Höhe von 65 Euro war für diesen guten Zweck bestimmt.

Nachfolgend Uwes Bericht über die Auslandsfahrt des DPSG Stammes St. Bonifatius nach Holland vom 30. Juli 2011 bis 10. August 2011:

Samstag, 30. Juli 2011
Pünktlich um 8:00 Uhr fuhr der Bus des Busunternehmens Brinkmann mit 37 Personen vom Parkplatz “Auf den Ellern” ab. In der Nacht um 4:00 Uhr waren bereits die VW Bullis mit dem gesamten Material einschließlich unserer 6 Kanus nach Holland aufgebrochen. Sie wurden von Wolfgang Soot, Stephan Koch, Nicki Reimann und Christoph Stünkel gefahren. Gegen 14:30 Uhr war der Bus auf dem Parkplatz in Scoutcentrum Zeeland angekommen. Unser Gepäck wurde auf einen Anhänger verladen und dann mit einem kleinen Trecker auf den Lagerplatz transportiert. Dort erwarteten uns die Fahrer der VW Bullis, die bereits um 11:30 Uhr angekommen waren. Es wurde sofort mit dem Aufbau der Zelte begonnen und gegen 18:00 Uhr war das Lager komplett aufgebaut. Es bestand aus 1 Großjurte (Versammlungszelt), 1 Jurte (Leiterzelt), 2 Kothen (Roverzelte), 2 Eurotrailzelten (Mädchen Jupis und Mädchen Pfadis), 2 Agadirzelten (Jungen Jupis und Jungen Pfadis), 2 Rundzelten (Jungen und Mädchen Wölflinge), 2 San Marino Zelten (1 Leiterzelt und 1 Materialzelt), 1 Hundezelt (Hund Queenie) und dem Werner-Zelt als Küche. Nach dem Abendessen fand die Abendrunde statt und danach fielen die ersten Teilnehmer ermattet in den Nachschlaf.
Abends am Lagerfeuer fand eine rege Diskussion mit den Rovern statt. Es wurde von den Rovern bemängelt, dass die unter 18 jährigen Rover um 23:00 Uhr das Lagerfeuer verlassen müssen und in ihre Zelte gehen sollten zur Nachtruhe. Die Rover verwiesen auf die von den Kindern/Jugendlichen selbst erstellte Lagerordnung, in der vermerkt ist, das Rover auch nach 23:00 Uhr am Lagerfeuer sitzen dürfen. Von der Lagerleitung wurde jedoch argumentiert, dass die Eckpunkte von der Leiterrunde vorgegeben waren und die besagen, dass unter 18 Jährige um 23:00 Uhr die Zelte aufsuchen sollen. Die Rover verließen daraufhin demonstrativ das Lagerfeuer.

Sonntag, 31. Juli 2011
Das Roverproblem wurde in folgender Weise gelöst: Die Rover übernehmen die Nachtwache und müssen deshalb auch nach 23:00 Uhr am Lagerfeuer Wache halten.
Morgens fand eine Lagerplatzrallye statt. In truppübergreifenden Gruppen mussten verschiedene Orte (Toiletten, Ufer, Kanus, usw.) in und um den Lagerplatz herum angelaufen werden. An den angelaufenen Orten musste dann als erstes eine Käsesorte durch Probieren erraten werden und dann wurden entsprechende Verhaltenregeln für diesen Ort erarbeitet. Wie verhalte ich mich im Umgang mit den Kanus? Was muss beachtet werden, wenn man schwimmen geht?
Nachmittags waren die Rover mit Inlinern nach Middelburg gefahren um die Stadtrallye vorzubereiten.
Jupis, Wölflinge, Pfadis begannen mit den Lagerbauten. Unter Leitung von Florian S. (Flosch) wurde ein imposanter Bannermast errichtet. Die Wölflingsmädchen bauten den Lagerplatz aus Naturmaterialien nach.
Ansonsten wurde Kanu gefahren, geschwommen und Fußball gespielt.

Montag, 1. August 2011
Aufgrund des schönen Wetters wurde beschlossen, an den Strand zu fahren. Es wurde mit den Bullis geshuttlet. Jupis und Wölflinge gingen die erste Strecke zu Fuß und wurden kurz hinter Veere abgeholt. Der Strand war herrlich, feinster Sand und tolles Wasser. Es wurde viel im Wasser getobt und gespielt.
Nach Rückkehr ins Lager bauten die Jupis das Windrad auf. Mit dem am Ende der Windfahne befestigten Fahrradrücklicht wurde der Lagerplatz in der Nacht romantisch beleuchtet. Leider hielt das Rücklicht nicht so lange, weil eine Windspitze so viel Strom erzeugte, dass die Elektrik im Rücklicht durchbrannte.

Dienstag, 2. August 2011
Heute fand eine Stadtrallye in der nächstgrößeren Stadt Middelburg statt. Diese Rallye wurde von den Rovern organisiert. Mehrere Gruppen mussten verschieden Punkte mit Hilfe eines Stadtplans anlaufen und Aufgaben lösen.
Nach Abschluss der Rallye wurde noch ein Bowlingcenter besucht. Allen hat es sehr viel Spaß gemacht. Leider kann ich nicht mehr dazu aufschreiben, weil ich an diesem Tag meinen freien Tag hatte und an den Aktionen nicht teilgenommen habe.

Mittwoch, 3. August 2011
Es war ein Tag ohne festes Programm. Das Wetter war sehr schlecht. Es hat im Laufe des Tages immer wieder geregnet, aber es war auch sehr warm.
Die Rover hatten diesen Tag genutzt und waren nach Amsterdam gefahren. Gegen 23:00 Uhr waren sie wieder zurück im Lager.
Die Pfadis waren mit den Kanus über die Schleuse in Veere nach Middelburg gepaddelt.
Die Wölflinge und Jupis hatten einen sehr ruhigen Tag im Lager verbracht. Es wurden weitere Lagerbauten erstellt. Es wurde ein Handtuchhalter für die Küchenhandtücher, eine Topfablage für die Küche und eine Halterung für einen Wasserkanister zum Hände waschen gebaut. Außerdem bauten einige Wölflinge unter Leitung von erfahrenen Pfadis, als diese wieder zurück waren, eine lange Wäscheleine, damit die Teilnehmer ihre nassen Sachen zum Trocknen aufhängen konnten. Ansonsten wurde viel gespielt und ausgeruht.
Es war ein sehr gemütlicher und entspannender Tag im Lager.

Donnerstag, 4. August 2011
Heute standen verschiedene Workshops auf dem Programm. Alle Teilnehmer konnten sich zu zwei Workshops, einer vormittags und einer nachmittags, anmelden. Folgende Workshops standen zur Verfügung:

Freitag, 5. August 2011
Heute fuhr der gesamte Stamm in den Wasserpark “Neeltje Jans”. Viele Attraktionen konnten dort besichtigt werden. Als erstes fuhren wir mit einem Schiff. Dabei wurden uns interessante Informationen über das Sperrwerk sowie über den Bau der einzelnen Sperrtore gegeben. Anschließend konnte der Park in Gruppen erkundet werden. Zwei Kinos, eins davon ein 3D Kino; luden zum Verweilen ein. In verschiedenen Wasserbecken konnte man den Kunststücken von Seelöwen und Seehunden zusehen. Für die Kleineren war der Wasserspielplatz eine tolle Attraktion. Außerdem waren zwei Wasserrutschen vorhanden. Vom Wölfling bis zum Leiter wurden diese ausgiebig genutzt. Voller Spannung konnte Artisten zugesehen werden, die von einem hohen Mast (25 Meter), mit allerlei Kunstsprüngen in ein sehr kleines Wasserbecken sprangen. Einer der Höhepunkte der Show war, als ein Artist brennend in das Wasser sprang. Viel Freude bereitete auch das Streicheln von Rochen und anderer Fische, die sich in einem Wasserbecken befanden. In einem großen Gebäude, das wie ein Wal gebaut war, konnte man sich über Wale informieren. Gegen 17:30 Uhr fuhren wir wieder zum Lager. Allen hat dieser Tag viel Spaß gemacht.

Samstag, 6. August 2011
Die Pfadis waren im Zuge ihres Stufentags zu einem Ganztagsausflug in die belgische Stadt Brügge aufgebrochen. Die Rover hatten zusammen mit einigen Jupis eine Kanutour gemacht. Die Wölflinge hatten ihren Stufentag und hatten einen Reptilienzoo besucht. Die Jupis hatten sich auf dem Platz mit Baden und Kanu fahren die Zeit vertrieben.

Sonntag, 7. August 2011
Die Rover fuhren nach Middelburg und hatten sich Fahrräder gemietet, um eine Radtour durch die Gegend zu machen.
Die Jupis hatten ihren Stufentag durchgeführt. Sie wollten mit den Kanus nach Middelburg paddeln. Das erste Hindernis war die Schleusendurchfahrt in Veere. Es war ein unheimliches Gefühl zwischen den großen Motor- und Segelbooten mit den kleinen Kanus in der Schleusenkammer zu liegen. Nur Daniel B. behielt die Ruhe. Er holte sein Lunchpaket heraus und begann zu essen. Als an den Schleusentoren die Schieber geöffnet wurden, drang ein starker Wasserstrahl in die Schleusenkammer und es wurde für die Kanubesatzungen noch schwieriger, ihre Position innerhalb der Schleusenkammer zu halten. Auf den weiteren Weg Richtung Middelburg wehte den Kanubesatzungen ein starker Gegenwind entgegen. Nach ca. 1,5 Stunden brachen die Jupis ihre Fahrt nach Middelburg ab, weil der Wind so stark war, dass er die Kanus rückwärts drückte. Die Fahrt ging zurück durch die Schleuse bis an den kleinen aber feinen Sandstrand in Veere. Dort wurde im Wasser geplanscht und noch ein kleiner Spaziergang durch die nahe Innenstadt von Veere gemacht. Als die Jupis sich auf den Rückweg zum Lagerplatz machen wollten, ging ein sehr starker Regenschauer über ihnen los. Zusammengekauert mit Regensachen unter Büschen wurde der Regenguss abgewartet und dann ging die Fahrt zurück zum Lagerplatz.
Abends fand unter dem selbstgebauten Lagerkreuz ein Lagerwortgottesdienst statt. Er wurde von Janine und einigen Teilnehmern vorbereitet und durchgeführt. Während des Gottesdienstes legten 2 Pfadfinder ihr Roverversprechen ab. Tilman und Dennis sangen ihren Versprechenstext. Als Mutprobe hatten sie im Laufe des Tages eine Kohte aufzubauen. Bei dem Aufbau mussten sie die gesamte Zeit singen. Ein weiterer Höhepunkt in dem Gottesdienst war die Verleihung des Georgs-Pin an Carsten Elsner. Carsten erhielt diese Auszeichnung auf Grund seiner langjährigen Tätigkeit für den Stamm. Er ist seit der Neugründung des Stammes dabei. 10 Jahre lang hat er den Stamm als Stammesvorstand geleitet. Carsten wurde der Dank für seine Arbeit von Uwe Meyer überbracht.
In der folgenden Nacht wurde unser Lagerplatz von ungebetenen Besucher heimgesucht. Sie nahmen das Banner und das Lagerkreuz mit. Obwohl wir einen Lagerhund (Queenie) hatten gelang dieser dreiste Raub. Auch die Rover, die eigentlich Nachtwache halten sollten, bemerkten in ihren Schlafkohten nichts vom Raub.

Montag, 8. August 2011
Heute fuhr der gesamte Stamm ins Badeland in der Stadt Goes. Fünf verschiedene Becken standen zum Baden zur Verfügung. Besonders genutzt wurde eine große aufgeblasene Krake. Von ihr konnte man rutschen und ins Wasser springen. Auch zwei lange Wasserrutschen wurden intensiv genutzt. Nach 5 Stunden waren alle erschöpft und sauber und wir fuhren zurück ins Lager. Am Abend wurde Stockbrot über dem Lagerfeuer gebacken. Das Lagerfeuer war in der Großjurte entfacht worden, weil das Wetter regnerisch und windig war.

Dienstag, 9. August 2011
Heute stand der gesamte Tag im Zeichen der bevorstehenden Abreise. Es wurden die Lagerbauten zurückgebaut und die Zelte aufgeräumt. Dabei wurden etliche Sachen wieder gefunden, die im Laufe des Lagers abhanden gekommen waren. Die persönlichen Rucksäcke und Reisetaschen wurden soweit gepackt, dass am nächsten Morgen zügig das Lager abgebaut werden konnte.
Für den Abend war ein bunter Abend geplant. Alle Trupps waren den ganzen Tag damit beschäftigt, etwas für das Programm vorzubereiten.

Die Abschlussparty begann am Nachmittag mit diversen Spielen auf dem Platz. In drei verschiedenen Gruppen traten die Teilnehmer gegeneinander an. Die Gruppen hießen: Veras Haufen, Die Zementmischer und I love Scouts.

Als erstes mussten die Teilnehmer mit den Kanus auf Zeit einen Wolf, einen Kohlkopf und ein Schaf von einem Steg zum anderen transportieren. Dabei war zu beachten, dass niemals der Wolf und das Schaf alleine zusammen waren oder das Schaf und der Kohlkopf. Unter lauten Anfeuerungsrufen wurde diese Aufgabe von den einzelnen Kanubesatzungen gelöst.

Als nächstes wurden an den Kanus Luftballons befestigt. Die Aufgabe bestand darin, die Luftballons an den anderen Kanus zum Platzen zu bringen. Es entwickelte sich eine wilde Wasserschlacht auf der See, die den Kanubesatzungen alles abverlangte.

Die weiteren Spiele fanden dann an Land statt. Es mussten unter anderem Bälle in Eimer geworfen werden, Teilnehmer, denen die Augen verbunden waren, durch Zurufe über einen Parcours geleitet werden, Bälle mit Hilfe zweier langer Stangen über Hindernisse getragen werden. Zum Abschluss des Nachmittags wurde das Spiel “Familie Meyer fährt in den Zoo” gespielt.

Nach einer Grillparty und ausreichenden Grillgut begann das Abendprogramm in der Großjurte. Alle Trupps hatten sich sehr viel Mühe mit der Programmgestaltung gegeben.

Als erstes führten die Wölflinge einen selbst geschriebenen Sketch auf. Dabei wurde das Lagerleben humoristisch aufgearbeitet. Für diese Aufführung erhielten sie tosenden Applaus.

Als nächstes traten die Jungpfadfinder auf. Sie führten einen Sketch auf mit dem Titel “Die Statue”. Daniel B. spielte die Statue “Block der Erste”. Jonas M. trat als Putzmann auf, der die Statue reinigte. Nach Abschluss der Reinigung war nicht nur die Statue sauber, sondern auch das Publikum war nass geworden. Tosender Applaus dankte den Akteuren diese Darbietung.

Die Pfadfinder traten musikalisch auf. Mit Gitarrenklängen wurde das Lied “10 kleine Pfadfinder” dargeboten. Dies war eine Ableitung von dem Lied “10 kleine Negerlein”. Diese Darbietung war super ausgearbeitet. Das Publikum war am Toben. Eine weitere Darbietung hatten die Pfadfinder vorbereitet. Nach eine kurzen Umziehpause kamen kleine Liliputaner in Kluft ins Zelt. Jeweils zwei Pfadfinder hatten sich in einen Liliputaner verwandelt, in dem einer seine Hände in den Schuhen hatte und der andere in den ärmeln. Dabei kam es zu manchen Koordinationsstörungen der Teilnehmer, als sie einen Tanz aufführten.

Der Abschluss wurde von den Rovern gestaltet. Sie holten sich 10 Personen aus dem Publikum, die dann pantomimisch verschieden Tätigkeiten vor dem Publikum darstellen mussten und das Publikum musste diese Tätigkeiten erraten.

Als letzten Punkt des Abends mussten die drei Gruppen Lieder vortragen. Dazu wurde ihnen ein Buchstabe genannt und sie mussten dann ein Lied vortragen, dessen Titel mit diesem Buchstaben begann. Wem dies am schnellsten gelang, erhielt eine Punkt. Voraussetzung war, dass alle Gruppenmitglieder das Lied auch kannten und mitsingen konnten.

Die Stimmung im Zelt war bombastisch. Es war ein sehr schöner Nachmittag und Abend. Allen hat es sehr gut gefallen.

Die Teilnehmer hatten sich wirklich viel einfallen lassen und es toll vorgeführt.

Am Lagerfeuer klang der Abend dann aus.

Mittwoch, 10. August 2011
Heute hieß es Abschied nehmen. Doch zuerst mussten alle Sachen verpackt werden, die Zelte sauber gemacht und eingepackt werden und weitere tausend Dinge erledigt werden. Doch dank des Einsatzes aller Teilnehmer war es gelungen, bis 11:00 Uhr den Platz aufgeräumt und sauber an die örtliche Lagerleitung zu übergeben. Nun wurden noch die VW Busse gepackt und um 12:00 Uhr konnte die Rückreise nach Wunstorf beginnen. Im Bus wurde es sehr ruhig, weil der eine oder andere Teilnehmer noch eine Mütze voll Schlaf nachholen musste. Gegen 19:00 Uhr waren wir wieder in Wunstorf, wo wir von den Eltern sehnsüchtig erwartet wurden. Alle Teilnehmer sind heile und gesund wieder zu Hause angekommen. Nach einer Abschlussrunde auf dem Parkplatz war das Abenteuer
Stammeslager St. Bonifatius 2011 in Holland
beendet.

Am 10.09.2011 fand zum 7. Mal unser allseits beliebtes Mr.X-Spiel in Hannover mit knapp über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Die Mr.X-Gruppen starteten um 11 Uhr vom Kirchencentrum in Hannover-Mühlenberg. Eine Viertelstunde später nahmen dann die Agentengruppen die Verfolgung auf. Während einige Mr. X-Gruppen schnell gefangen wurden, war die Gewinnergruppe fast die ganze Zeit über unentdeckt geblieben. Gegen 15 Uhr kamen alle Kleingruppen wieder zum Kirchencentrum und konnten sich dort mit von Eltern gespendetem Kuchen sowie Getränken stärken. Nach der Siegerehrung und dem obligatorischen Gruppenfoto ging auch diese Aktion zu Ende.

Am Samstag, dem 17.9.2011 präsentierte sich unser Stamm direkt an der Stadtkirche mit einer Jurte, in der eine Beamerpräsentation von Sommerlager lief. Diverse Stammesmitglieder halfen dabei, ca. 10- 12 Kilo Mehl in Stockbrotteig zu verwandeln, das Feuer zu unterhalten, Nutella in dampfende Brotöffnungen zu stopfen, Stockbrotstöcker wieder sauber zu machen, Kindern zu erklären, wie man sein Stockbrot richtig über das Feuer hält ohne sich oder das Brot zu verbrennen, wie man Halstücher bemalt und ihren Eltern zu erklären, was für eine tolle Gruppe für ihre Kinder wir Pfadfinder doch sind.

Die Teilnehmer des Sommerlagers trafen sich in der Nr. 15. zum Schauen einer Fotopräsentation über das Lager; dazu gab es Waffeln und anschließend wurden aus den anwesenden Eltern Elternvertreter gewählt.

Nach den Sommerferien wählten die Wölflinge das Thema Detektive und widmeten sich mit allerlei kriminalistischem Spürsinn Aufgaben, die richtige Detektive so zu bestehen haben. Z.B. nahmen sie Gipsabdrücke von Fußspuren verdächtiger Personen und versuchten diese zu identifizieren.

Im Herbst bastelten die Pfadis zwei neue Friedenslichtlaternen – somit gibt es nun bis zur Eingemeindung Bokelohs im kommenden Jahr für jede Kirche unserer Pfarrgemeinde eine große Laterne, aus der sich die Gemeindemitglieder in der Weihnachtszeit das Friedenslicht aus Betlehem holen können.

Am Martinstag am 11.11. eskortierten die Wölflinge zusammen mit den älteren den Martinsumzug des Kindergartens mit Fackeln. Anschließend machten sie ein kleines Lagerfeuer, auf dem sie Marshmellows für die Umzugsteilnehmer grillten. Den Erlös von über 20 Euro stifteten sie für die Umgestaltung des Kindergarten-Außengeländes. Doch damit war der Abend für sie noch längst nicht gelaufen, denn nun startete die Lange Wölflingsnacht: Nachdem sie Abendbrot gegessen und sich mit giftgrünem Zaubertrank Mut angetrunken hatten, starteten sie zu einem Nachtgeländespiel, bei dem sie einem Räuber seine gestohlenen Sachen wieder abjagen mussten. Da diese oft auf Privatgrundstücken versteckt waren, nutzten sie ihre Visite auch gleich zum Matten-Möhren-Singen und kehrten mit den erbeuteten Schätzen und reichlich Süßigkeiten zum Pfadikeller zurück. Dort wurde noch lange gespielt und Geschichten gelesen. Die Lange Wö-Nacht war eigentlich sehr kurz, denn die letzten gingen um 5:00 schlafen und die ersten standen um 6:00 wieder auf. Dabei stellte sich heraus, dass Isabel im Schlaf in ihrem Schlafsack durch den Keller gerollt war und fernab ihrer Luftmatratze erwachte. Gegen 10:00 endete die Aktion nach einem gemeinsamen Frühstück.

Die Jupis übten sich in den Herbsttruppstunden u.a. im Singen und erlebten am 18.11. ihre Lange Jupinacht. Dort gab es Pizza und Obstsalat und auf einer Nachtwanderung mussten die Jupis all ihren Mut zusammennehmen und ein Stück weit allein durch den Wald gehen. Zu später Stunden wurden dann noch Gruselgeschichten gehört und Filme geguckt.

Tags darauf fand die Roververkleidungsparty statt, zu der auch Rover aus Neustadt und Mühlenberg eingeladen waren.

Die Pfadfinder bauten im Herbst noch eine weitere große Friedenslicht-Laterne und reparierten die alte. In diesem Jahr wurden wieder einmal zwei Wunstorfer Pfadfinder ausgewählt, das Friedenslicht von Wien in die Diözese Hildesheim zu bringen. Einer von Ihnen ­– Nicki – berichtete hinterher Folgendes:

Fahrt nach Wien zur Friedenslicht-Verteilung

Donnerstag, 08.12.2011
Um 21:15 traf ich mich mit Vera am Bahnhof in Wunstorf. Wir nahmen den Zug um 21:25, um nach Hannover zu fahren. Mit dabei hatten wir unsere Rucksäcke, sowie einen Metallbehälter, dessen Boden mit Sand bedeckt war und in dem sich eine Laterne befand, in der wir das Friedenslicht nach Hause holen wollten. Ab Hannover haben wir Fahrkarten von der Diözese Hildesheim bekommen. Während wir auf den Zug warteten, sahen wir zwei Personen, die ebenfalls mit einem Metallbehälter unterwegs waren und Halstücher trugen. Also weitere Pfadfinder, die auch das Friedenslicht holen wollten. Während wir zu ihnen gingen, kamen noch zwei weitere Pfadfinder dazu. Die ersten Beiden waren Alf G. mit seiner Tochter vom VCP Seelze-Lohnde und die anderen Beiden waren Timo M. und seine Tochter Jana vom BdP Oestringen in Schortens. Um 22:27 fuhr unser Zug, ein EuroNight Nachtzug in Richtung Wien ab. Vera und ich hatten Sitzplätze in einem Abteil ohne andere Pfadfinder. Kurz nach der Abfahrt versuchten wir zu schlafen. Allerdings wachte man immer wieder auf, weil man keine Schlafposition fand, die auf Dauer gemütlich war.

Freitag, 09.12.2011
Um 09:04 erreichten wir Wien. Am Bahnhof sammelten wir uns erstmal und gingen dann gemeinsam zur Pfarrei, wo wir uns in einem großen Saal Schlafplätze suchten und einrichteten. Nach der Anmeldung und Gesprächen mit anderen Pfadfindern war um 12:00 eine Begrüßung mit Andacht in der angrenzenden Kirche. Am Nachmittag nahmen wir an einer Stadtführung teil, die vor dem Stephansdom startete und bei der wir hauptsächlich die Hofburg / Schloss Schönbrunn besichtigten. Danach besuchten wir noch ein Chorkonzert im Rathaus und tranken einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, bevor wir den Abend in den Mozart-Stuben verbrachten, einem Lokal, in dem es leckere Schnitzel gab. Die folgende Nacht war etwas bequemer, da wir sie nicht im Zug, sondern in der Pfarrei verbrachten.

Samsag, 10.12.2011
Nach einem Frühstück in der Pfarrei haben wir uns Timo und Jana angeschlossen, die zusammen mit Heike und Marlo E. vom BdP und Anderen zum Naschmarkt fuhren. Dort ist sowohl ein Marktplatz mit festen Ständen, auf dem immer viel Betrieb herrscht, sowie ein Flohmarkt, für den wir aber kaum noch Zeit hatten, weil wir auf dem Markt kaum voran kamen. Danach wollten wir noch schnell den Stephansdom von innen besichtigen. Wegen eines Konzertes war das aber nicht möglich. Um 13:00 trafen wir uns dann wieder in der Pfarrei, um mit unseren Laternen und Transportbehältern zur Kirche “Zur Heiligen Familie” zu gehen, wo der Gottesdienst zur Aussendung des Friedenslichtes stattfand. Nachdem wir die nun entzündeten Laternen wieder in der Pfarrei abgestellt hatten, sind wir mit Malte und Mareike vom Diözesanbüro der DPSG Würzburg ins Café Mokador in der Stadt gegangen. Dort kann man sich ein iPad leihen, was wir natürlich ausprobieren mussten. Dann haben wir noch einen Geocache gesucht, den Mareike in einer Telefonzelle gefunden hat. Danach sind wir der Einladung der österreichischen Pfadfinder zum „Internationalen Abend“ in die Mozart-Stuben gefolgt, wo es wieder Schnitzel gab. Um 22:00 haben sich die deutschen Pfadfinder wieder in der Pfarrei getroffen, um mit ihrem Gepäck und den Laternen Richtung Heimat aufzubrechen. Am Bahnhof in Wien mussten wir die Kerze in unserer Laterne austauschen, die ca. 9 Stunden lang brennt. Erst sind wir mit einem Regionalexpress eine Station nach Wien Hütteldorf gefahren, wo der Nachtzug nach München abfuhr. Vera und ich hatten ein Abteil zusammen mit Mira, Mona, Olli und Vroni vom VCP aus Mannheim. Auf der Suche nach einer gemütlichen Schlafposition haben wir die Beine jeweils zwischen die gegenüberliegenden Sitze ausgestreckt. Das hatte den Vorteil, dass auch das Friedenslicht verdeckt war, sodass der Schaffner es nicht gesehen hat. Denn eigentlich durften nur zwei Lichter pro Zug anbleiben. Nach einiger Zeit haben Mira und Vroni, die neben mir saßen, ihre Isomatten und Schlafsäcke ausgepackt und sich unter die Sitzbänke gelegt. Daher konnte ich mich dann auf zwei Sitzplätze legen, wobei ich Olli zuvorkam, der das Gleiche vorhatte. Den dritten Sitz habe ich Olli und Mona für ihre Beine überlassen.

Sonntag, 11.12.2011
Um 6:00 wurden wir geweckt, da wir kurz darauf in München umsteigen mussten. Im gleichen Moment ging auch der Wecker meines Handys an. Da die meisten deutschen Pfadfinder bis München zusammen gefahren sind, fand dort ein Abschlusskreis statt. Danach haben wir uns auf verschiedene Züge verteilt. Nun musste wieder die Kerze in unserer Laterne getauscht werden. Vera und ich fuhren wieder mit demselben Zug wie Timo und Jana und hatten auch nebeneinander liegende Sitzplätze. Timo hatte seinen Transportbehälter für das Friedenslicht unter einem Tisch versteckt und unser Licht war in der nächsten Sitzreihe mit einem Rucksack verdeckt, sodass die Zugbegleiter es nicht entdeckt haben. In Göttingen mussten wir das Licht an wartende Pfadfinder weiterreichen, wobei die Zugbegleiterin entdeckte, dass wir eine brennende Laterne haben. Nach der Abfahrt des Zuges wollte sie wissen, wo sie geblieben ist. Da Heike gerade an unserem Platz war, hat sie gesagt, sie hätte das Licht. Damit sind unsere Friedenslichter unentdeckt geblieben und unsere Laterne hat von der Aussendungsfeier in Wien ohne Unterbrechung bis Hannover gebrannt. Dort angekommen, wurden wir von Matthias Thume vom Diözesanbüro Hildesheim empfangen, der die Laterne übernahm, um sie nach Braunschweig zu bringen. Außerdem waren noch einige Personen, die das Licht ebenfalls mitnehmen wollten, sowie die Presse anwesend. Auch zwei Vertreter unseres Stammes waren dort, um uns abzuholen und mit einer mitgebrachten Laterne das Friedenslicht für unseren Stamm zu behalten, da wir ja den Transportbehälter weitergeben mussten. Danach fuhren wir erstmal nach Hause. Um 14:00 habe ich dann Vera abgeholt, um das Friedenslicht zur Aussendungsfeier nach Hannover-Kleefeld zu bringen. Nach dem dortigen Gottesdienst waren wir froh, dass nun alle Verpflichtungen erfüllt waren. Die Reise hat sich aber auf jeden Fall gelohnt und ist auch jedem zu empfehlen, der daran Interesse hat.

Nach der Ankunft wurde das Friedenslicht wieder in Wunstorf und den zur Bonifatiusgemeinde gehörenden Ortschaften verteilt, so z.B. an Kaufmann Kappe und seine Kunden. Sehr herzlich wurde auch die Stammesdelegation von Pastor Cyriak und der Gemeinde empfangen, als sie das Licht in die hl. Messe nach St. Marien in Rehburg brachten.

Zum Jahresende gehörten dem Stamm 14 Wölflinge, 7 Jupis, 13 Pfadis und 16 Rover an, also 50 Kinder und Jugendliche, die von 16 ehrenamtlichen Leiterinnen und Leitern betreut wurden.