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Stamm St. Bonifatius Wunstorf
aktuelle Fassung vom 09.01.2013

Das 58. Jahr seit Stammesgründung begann mit einer Premiere und einem Highlight zugleich: Eine Gruppe von Wölflingen und Jupis folgte dem Aufruf, das Friedenslicht erstmals dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff zu überbringen. Während dies für die Sternsinger seit vielen Jahren Routine ist und sie mit etwa 120 Heiligen Drei Königen und diversen Sternen in der Staatskanzlei aufkreuzten, stellte sich heraus, dass die Wunstorfer − abgesehen von Diözesankurat Oliver Holzborn − die ersten und einzigen Pfadfinder waren und somit das ganze Interesse Wulffs auf sich zogen. Während sie sich auf sein Sofa und seinen Schreibtisch lümmelten, erzählte er ihnen aus seiner Kindheit, was er früher werden wollte (was letztlich aus ihm wurde ist ja hinlänglich bekannt, und dass er ein halbes Jahr später als Bundespräsident nach Berlin umziehen sollte, konnte damals noch niemand ahnen) und von den exotischen Geschenken in seinem Büro, die er von seinen Auslandsreisen mitgebracht hat. Als die Sternsinger dem Plenarsaal des Niedersächsischen Landtags den Dreikönigssegen brachten, übergaben die Pfadfinder das Licht auch an die Landtagsvizepräsidentin Astrid Vockert. Das Licht, das zu Weihnachten in vielen Wunstorfer Haushalten brannte, leuchtete fortan also auch bei den für die Politik in Niedersachsen Verantwortlichen.
Insgesamt war dies mit Sicherheit ein Tag, an den sich alle Beteiligten vermutlich ihr Leben lang erinnern werden und von dem auch ein Internetvideo erschienen ist. Christian Wulff jedenfalls scheint der Besuch imponiert zu haben, denn als Ende des Jahres seine Weihnachtsansprache im Fernsehen gesendet wurde, standen unter seinen geladenen ehrenamtlichen Gästen einige Georgspfadfinder in der ersten Reihe.

Vom 15. bis 17. Januar nahmen große Teile der Leiter- und Roverrunde am Ausbildungswochenende in Hannover teil. Im Rahmen eines Konfliktlösungstrainings erarbeiteten 3 von 5 Gruppen Lösungen für ein typisches Wunstorfer Problem: die Suche nach einer gerechten Lastenverteilung bezüglich der Reinigungsordnung für den Pfadfinderkeller. Abends wurde dann wieder ein unvergesslicher Gottesdienst mit Bezirkskurat Christoph Lindner gefeiert und zum Abschluss ging es am Sonntag um Elternarbeit, Partizipation und Reflexion. Insgesamt haben alle Teilnehmer viel gelernt und brannten anschließend darauf, es in ihren Truppstunden umzusetzen.

Die Wölflinge nutzten die dunkle Jahreszeit nicht nur zum Versteckenspielen im Dunkeln, sondern beispielsweise auch zu einer Schnitzeljagd, bei der die Spuren der vorgehenden Gruppe im Schnee verfolgt werden mussten. Womit keiner wirklich gerechnet hatte: es funktioniert nicht nur im Wald, sondern auch in der Stadt!

Die Rover unternahmen in diesem Jahrhundertwinter ein großartiges Winterzelten in einer Kohte zwecks Rodeln auf dem Deisterkamm am Nienstädter Pass. Allerdings war Rodeln aufgrund von 20 cm Neuschnee am nächsten Morgen nur auf dem Parkplatz und durch den Bulli gezogen möglich.

Im Februar übernahm Janine als frischgebackene Referentin für Spiritualität für mehrere Truppstunden die Vorbereitung. Darin drehte sich alles um das Thema Feuer und Licht − von Mose und dem brennenden Dornbusch bis in die Gegenwart. Es wurde gebastelt, vorgelesen, gekokelt (vom Grillanzünder bis zum Holzscheit) und gespielt und zum Abschluss schließlich gestalteten verschiedene Arbeitsgruppen Motive zur Dekoration einer großen Kerze, die zukünftig Bestandteil des Spiritualitäts-Koffers zur Gestaltung von Lagergottesdiensten etc. sein soll.

Ende Februar trafen sich die Jupis zu einem Rodelwochenende mit weiteren Jupis aus der Wedemark und Hannover/Mühlenberg (insgesamt 33) in St. Andreasberg. Niklas berichtete darüber:
Im Februar sind wir mit zwei anderen Jupistufen des Bezirks Hannover nach St. Andreasberg gefahren. Wegen dem hohen Schnee, der über einen Meter hoch war, mussten wir das letzte Stück mit dem Schlitten den Berg die Sachen hochziehen. Wir waren nachts Rodeln, aber natürlich auch am Tag. Außerdem waren wir in Bad Sachsa im Spaßbad, wo wir alle viel Spaß hatten.

Im Rahmen ihres Themas “Natur” bastelten die Wölflinge nett mit Serviettentechnik-Blütenmotiven verzierte und dennoch funktionierende Blumenpressen. Nachdem aus der Pflanzung der im Herbst gesammelten Baumsamen immerhin zwei Eichen gewachsen waren, schlachteten die Wölflinge Tomaten und säten die Kerne aus, um dann beim Osterlamm die selbst gezogenen Tomaten verkaufen zu können. Was keiner so recht erwartet hatte: es kamen hunderte kleine Tomaten dabei heraus, die schnell nach größeren Töpfen verlangten, so dass schließlich alle Kellerfensterbänke mit Tomatensetzlingen besetzt waren. Auch wenn viele von ihnen einer organisatorisch bedingten katastrophalen Dürre zum Opfer fielen, blieben doch noch genug übrig, um sie im Rahmen der Steinhuder Grünpflanzenbörse an den Mann zu bringen. Hierzu radelten die Wölflinge nach Steinhude und bauten mit selbstgebastelten Plakaten einen Tomatenverkaufsstand auf. Als verkaufsfördernde Maßnahme zogen einige von Ihnen auch mit Töpfen in den Händen, ihre Tomaten lobpreisend durch das Scheunenviertel. Der Erlös konnte sich sehen lassen und ein Teil davon wurde auf dem Rückweg gleich in einem Supermarkt in Eis umgesetzt. Für weiteres Abenteuer sorgte ein Zwischenstopp am Wasserwerk im Hohen Holz mit all seinen Spiel- und Picknickmöglichkeiten in der Frühlingssonne. Als es dann noch existenziell gefährdete Kaulquappen aus einer Pfütze zu retten und in den Teich umzusiedeln galt, zeigten sich die Wölflinge wenig zimperlich und setzten dafür ihre Brotdosen und Trinkflaschen ein.

Am 24.4. fand in der Wedemark die Bezirksgeorgsmesse mit Bezirkskurat Christoph Lindner und anschließendem Grillen statt. Der Stamm hatte mit großem Engagement diesen Tag für den Bezirk geplant, leider blieben die Gastgeber − abgesehen von einigen Wunstorfer Stammesmitgliedern − unter sich.

Pfingsten fuhren Jupis, Pfadis und Rover ins Pfingstlager. Von den Pfadis befuhren Alexander Koch, Verena Pioch, Christian Bialucha, Christian Block, Tilman Bader, Hans-Günter Block und Stephan Koch mit drei der stammeseigenen Kanus die Weser von Fürstenberg bis zum Fähranleger Grosswieden. Was sie dabei erlebten schildert der Bericht des Autorenteams Tilman, Alexander und Verena:

Tag 1
LR Koch vergisst Essenssachen, die nachgekauft werden müssen. Von den dann gekauften 30 Eiern gehen später die Hälfte in einer Materialtonne kaputt. Die weitere Anreise wird durch akuten Spritmangel beim Pfarrbulli behindert; zu Fuß muss Sprit von der Tanke geholt werden. Endlich angekommen werden die Zelte aufgebaut, als Abendbrot gibt es das übliche Mitbringbuffet. Es wird Holz gesammelt und ein Lagerfeuer entfacht, der Sonnenuntergang wird auf dem Bootsanlegersteg genossen. Die Hochwasser führende Weser lässt so allerlei Dinge vorbei treiben, fast meinte man, ein komplettes Auto wäre dabei. Tilman improvisiert an einem Alienabwehrschrei herum.

Tag 2
Mit der Glut vom Vorabend wird schnell ein Feuer entfacht und Tee gekocht. Der Grillrost wird zum Toaster umfunktioniert, es gibt damit warmen frischen Toast, manchmal etwas dunkel − das deckt dann die Nutella zu. Zelte abgebaut, Boote ins Wasser und beladen und dann geht’s los. Die Sonne ist leider weg und es ist frisch. Und dann nur paddeln … paddeln … paddeln. Zwischendurch Obst und Kekse, nach gut 40 km, viel Sonne und nach langer Suche ist schließlich ein Lagerplatz gefunden. Es gibt Nudeln mit passierten Tomaten aber kein Lagerfeuer, weil wir auf einer Wiese lagern. Alle haben sonnengerötete Arme, Tilman eine rote Rübe weil er keinen Hut mit hat und Alexander rote Ohren weil die Mütze nicht über die Ohren reicht.

Tag 3
Zum Frühstück gibt es das Weißbrot ungetoastet weil wir kein Lagerfeuer haben. Das Zelte Packen, Boote ins Wasser und Beladen geht schon schneller − HaGü landet allerdings mit den Füßen im Wasser. Kaum losgefahren, müssen wir anhalten: Christian hat seine Armbanduhr verloren. Er geht mit HaGü zurück, findet sie aber nicht mehr. Der Rest spielt so lange in einem Altarm der Weser mit einem kleinen Ball Wasserball. Nachdem Christian dann zurück ist geht es weiter. Wir überholen Partyflöße, die mit lauter Musik und bierseligem Gegröhle über das Wasser schallen - schnell weiter! Das AKW Grohnde wird wasserseitig passiert, auch dort wird geangelt, selbst direkt am Kühlauslauf. Abends gibt’s bei denen dann AKW-Fisch. Die Wasserskistrecke zu durchfahren ist blöd, weil dort ziemlich schnell gefahren wird und damit ständig große Wellen an den Booten entlang schwappen und teilweise reinschlagen. Normale Motorboote sind aber auch nicht besser. In Hameln machen wir Station auf dem Zeltplatz des Kanuwanderclubs. Nachts gibt es ein Gewitter über den Hamelner Bergen und Eier in Senfsauce (die Hälfte der gekauften Eier − der Rest war kaputt :-))))))
Es gibt Duschen !!!!!

Tag 4
Morgens das übliche; aus den kaputten Eiern wird Rührei gezaubert. Wir versuchen eine Bescheinigung zu bekommen, doch das klappt nicht: einmal fehlt der maßgebliche Stempel, dann ist die Polizeidienststelle schon geschlossen. Die Kanus müssen über eine Slipanlage umgesetzt werden, die Kanuschleuse bzw. -rutsche ist defekt. Leider ist über Nacht Wind aufgekommen und natürlich immer von Vorn; wir hoffen, dass es nicht so schlimm wird. Die Wettervorhersage war für Montag nicht so gut, irgendwann fängst es an zu tröpfeln und ehe wir uns umsehen können sind wir mitten in einem starken Gewitterschauer. Es gießt, blitzt und donnert nur so um uns herum, wir halten uns an dem Uferbewuchs fest und warten ab. Es stellt sich heraus, dass Tilman auch keine Regenjacke dabei hat, Vollpfosten !!! Als es aufgehört hat, sind die Boote tiefer gelegt und müssen erst einmal ausgeschöpft werden − Tassen und Schwämme machen nun überstunden. Mit immer stärkerem Gegenwind geht es weiter. Auf einer Kiesbank wird Halt gemacht, es gibt Kekse und eine Erholung in der jetzt scheinenden Sonne. Die letzten Kilometer sollen in Angriff genommen werden, danach geht bei keinem mehr was, alle sind platt. Beim Rausholen der Boote rutscht Alexander aus und prellt sich das Ellenbogengelenk. Es wird das letzte Mal gekocht, unsere “Taxis” sind auch schon da, Anhänger und Autos werden beladen und satt und müde geht es nach Hause.

Fazit

  • Hut mit breiter Krempe und Regenjacke sind elementar!! Kekse auch ^^
  • Fahre nie bei Gegenwind, Weserkurven haben immer Gegenwind
  • Gewitter auf´m Wasser sind nass, aber nicht schlimm
  • Vergiss nie den Toast … oder Schoko
  • Kekse sind absolut notwendig (am besten gleich Eimerweise) !!! und/oder Obst
  • Angele nie neben einem AKW
  • Rührei gibt’s auch aus dem Pott ^^ passierte Tomaten sind gut
  • Wir fahren wieder

    über das Pfingstlager der Jupis berichtete Niklas:
    Pfingsten sind wir hier im Pfadfinderkeller mit dem Fahrrad losgefahren. Auf dem Hinweg gab es schon die ein oder andere Panne. Mit Karte und Kompass hatten wir einen Wald in der Nähe von Winzlar erreicht. Als erstes bauten wir die Jurte auf und richteten uns ein. Am nächsten Tag haben wir einen Donnerbalken, eine Waschanlage und einen Erdbackofen gebaut. Am Abend stellten wir Nachtwachen auf, weil uns die Nacht zuvor die Rover bestohlen hatten. Am nächsten Tag fuhren wir in ein Naturhaus in Winzlar. Als wir wieder zurück waren, wollten ein paar von uns Angeln gehen und taten dies auch. Am Abend machten wir noch eine Nachtwanderung. Am Montag war Abreisetag und wir fuhren wieder mit dem Fahrrad nach Hause.

    “Die Dinosaurier wer´n immer trauriger”: Dinolager der Wölflinge in Winzlar.
    Dass Warten sich auszahlen kann, erlebten die Wölflinge auf ihrem um mehrere Wochen verspäteten Pfingstlager vom 4.-6. Juni 2010: war das Wetter Pfingsten noch durchwachsen und kühl, erwischten sie das erste hochsommerliche Wochenende des Jahres mit Sonne von früh bis spät. Die Kehrseite der Medaille war freilich, dass der Lagerplatz insbesondere rund um das Lagerfeuer aus blankem feinem Staub bestand und schwitzende Pfadfinder hierdurch leicht von einer natürlichen Panade überzogen werden − quasi eine Art natürlicher Sonnenschutz. Doch davon später mehr.
    Schulbedingt wurde Freitagnachmittag in zwei Gruppen aufgebrochen. Die jüngeren starteten zuerst, hatten aber schon nach 2 m noch vor dem Kindergarten schon die erste Panne: eine um den Zahnkranz gewickelte Befestigungsschnur einer Satteltasche. Danach ging es zum Glück problemloser durch das Hohe Holz nach Steinhude und weiter zum Hagenburger Kanal nach Winzlar. Unterwegs gab es mehrere Haltepunkte, an denen Nicki einige Spiele vorbereitete hatte − und am Steg am Hagenburger Kanal ließen die Wölflinge auch ihre Füße im Meerwasser baumeln. Nach 2 ½ Stunden erreichten sie als erste Gruppe den Lagerplatz auf einer Wiese des Hofes Hesterberg am Rande des Meerbruches gleich am Ortseingang von Winzlar. Alle, auch die jüngsten, hatten tapfer durchgehalten. Probleme hatten vor allem jene, die von ihren Eltern mit Hightech-Rädern ins Rennen geschickt worden waren, die mehr Gänge hatten, als alle Leiterfahrräder zusammen, aber von den Kindern kaum beherrscht werden konnten.
    Auf dem Lagerplatz angekommen gab es gleich eine positive überraschung, denn “Heinzelmann” Stephan hatte nicht nur mit anderen Eltern das Material nach Winzlar gefahren, sondern war gerade dabei, die letzten Zelte aufzubauen. Später kamen auch die älteren Wölflinge dazu, die auf einer alternativen südlicheren Route gefahren waren. Leider kamen auch die sehr aufdringlichen Hofhunde Rolf und Leni dazu, wobei letztere nicht nur Felix´ auf eigenes Risiko mitgebrachtes Privatzelt sondern auch Nico zwickte, was ihr zwei Tage Zwingerarrest einbrachte.
    Schnell war alles eingerichtet, ein Feuer angezündet, Plörrbräu und ein Abendbuffet zubereitet, dann konnte auch schon am Lagerfeuer gekokelt werden. Passend zum Lagerthema wurde auch das Dinolied von den armen Sauriern gesungen, die nicht in Noahs Arche passen und daher ausgestorben sind (“Die Dinosaurier wer´n immer trauriger”). Während die Strophen bis zum Ende des Lagers konsequent sehr vielstimmig gesungen wurden, klappte zumindest der Refrain zumindest gegen Lager-Ende schon ganz gut. Auf die per Handy abgespielte Begleitungsmusik des Originalliedes musste leider verzichtet werden, weil das Handy zu Hause vergessen worden war. (Eine Gitarre wäre hier sicher auffälliger und unübersehbarer gewesen…) Als es schließlich dunkel und kühler wurde, kamen auch noch die verschiedensten Grillspieße zum Einsatz, um Marshmallows zu grillen, ohne sie zu verbrennen. Von der voll kompostierbaren Schaschlikspießvariante mit Eichenholzgriff bis zum ausziehbaren Teleskopstielspieß war hier alles vertreten. Erst gegen Mitternacht verkrochen sich die Wölflinge in die Zelte. Einige schliefen sofort ein, einige machten dort noch lange Budenzauber. Leben in Freiheit also. Für einige war es die erste Nacht überhaupt im Zelt, noch dazu unter einem tollen Sternenhimmel und mit dem Gequake mindestens drei verschiedener Froscharten im Meerbruch.
    Am nächsten Morgen ging früh die Sonne auf und das Vogelkonzert und die Partys in einigen Zelten begannen − letzteres sehr zum Leidwesen der Schlafbedürftigen in den Nachbarzelten. Alles war kühl und feucht, doch die Sonne trocknete alles schnell. Wenn man allerdings durch das nasse Gras läuft und sich dann in den Staub rund ums Lagerfeuer kniet, weil das Benutzen der Bierzeltbänke ja uncool und dem Kokeln hinderlich ist, nehmen Schuhe schnell ein Aussehen an, das sie kaum noch von einem Maulwurfshügel unterscheiden lässt. Nach dem Frühstück brachen alle mit den Rädern zum Dinopark nach Winzlar auf − doch schon 10 m vom Hof entfernt war erst einmal Schluss, weil Lena nach einem Sturz verarztet werden musste. überhaupt hat es selten ein Lager gegeben, bei dem so viele Pflaster und − als diese auf der verschwitzten Haut gar nicht mehr hielten − Bandagen verteilt wurden. Teilweise bildeten sich bei Krankenschwester Michaela sogar richtige Schlangen wartender Patienten. Auf der Weiterfahrt durch eine schöne Landschaft stellte sich heraus, dass es zunächst gemächlich, dann immer steiler bergan ging. Das letzte Stück von Bad Rehburg nach Münchehagen musste schließlich komplett geschoben werden. So freuten sich alle umso mehr, endlich am Ziel zu sein.
    Rucksäcke, Helme, Fressalien und Getränke wurden in zwei überladene Dino-Handkarren gepackt und dann ging es staunend über alle die vielen Tiermodelle durch hunderte Millionen Jahre Evolutionsgeschichte. Nicht zu übersehen war, dass die Viecher mit der Zeit immer größer wurden, so dass beim Gruppenfoto mit dem 42 m langen Seismosaurus von letzterem gerade einmal Beine und Bauch mit auf das Bild passten. Beeindruckt von den Giganten ging es in die Halle mit den versteinerten Saurierspuren. Daniel zeigte sich so fasziniert, dass er den schweren Handwagen am in halber Höhe befindlichen Hallenausgang vorbei den Berg hinauf zog und ihn − auf seinen Irrtum hingewiesen, wieder die ganze Halle am Ausgang vorbei bis nach unten zog, so dass er ihn noch einmal halb hinauf ziehen musste. Im weiteren Verlauf des Rundweges starben die Saurier aus und machten Platz beispielsweise für Mammuts, an deren Stoßzähnen man prima baumeln kann oder für Neandertaler. Da sie aus Kunststoff sind und sich nicht beschweren können, kann man bei ihnen auch prima in den Körperöffnungen am Kopf popeln. Wenn man dies wie Finn an einem so heißen Tag macht, kann es allerdings passieren, dass man mit dem Finger in einem von der Hitze aufgeweichten klebrigen Kaugummi stecken bleibt, das ein vorheriger Besucher dort hineingesteckt hat.
    Da noch Geld in der Lagerkasse war, wurde dieses zur Freude aller Schwitzenden in Eis angelegt. Danach gab es noch Freizeit, welche die meisten nutzen, um im Sandkasten nach fossilen Haifischzähnen und Halbedelsteinen zu sieben. Einige Jungs dagegen schauten sich auch die allerletzten Dinos an und nahmen dabei etliche Ulkbilder auf, wie sie von ihnen zertrampelt oder aufgefressen wurden. Als schließlich auch Lenas und Allegras Tasche wieder gefunden worden waren, ging es zum Ausgang, wo dann, als Isabells Mütze wieder gefunden worden war, Nico verschollen war. Endlich wiedervereint, ging es bergab im Sausetempo und der halben Fahrtzeit zum Lagerplatz zurück. Dort wurde erst einmal eine saftige Wassermelone geschlachtet, die man besser nicht wie einige Mädchen in seinem Zelt und dort schon gar nicht ohne Teller darunter verzehren sollte. Nach weiteren Stunden am Lagerfeuer war so mancher Wölfling sowohl, was die Farbe seiner Kleidung als seine Hautfarbe anging, kaum noch von einem Neandertaler zu unterscheiden. Da sich einige mit ihren mit Staub panierten Händen auch durchs Gesicht gewischt hatten, sah es wie eine richtige Kriegsbemalung aus. Diese wurde während des Abendessens noch perfektioniert, denn es kamen noch rote Farbtupfer von der Tomatensauce des abendlichen Nudelgerichtes hinzu. Wie man Zwietracht und handfesten Streit stiften kann, erlebten die Lagerteilnehmer sehr anschaulich am Beispiel zweier Geschwister, die mit exakt dem gleichen, nicht gekennzeichneten Geschirr ins Lager geschickt worden waren war und sich bei jeder Mahlzeit gegenseitig beschuldigten, der andere hätte ihnen den Teller etc. geklaut wenn sie ihr eigenes nicht fanden. Und sie fanden sehr viel nicht − doch nicht nur sie: Fundbürobetreiberin Gaby konnte sich täglich über einen großen Kundenzulauf freuen, wobei sie einige hier nicht näher genannte Wölflinge zu ihren ausgesprochenen Stammkunden zählen konnte. Da ihre Kunden die Fundstücke auslösen mussten, bekam sie anfänglich viele Süßigkeiten als Lösegeld, seit dem Versiegen der Süßigkeitenvorräte am zweiten Tag dann eher Blumen und Geschirr-Abtrockne-Gutscheine.
    Dass abends noch Stockbrot gemacht werden konnte, war Darleen und Isabell zu verdanken: im Rahmen ihrer Mutprobe gelang es ihnen, alle von den Steinhuder-Meer-Piraten in einen nahegelegenen Wald entführte Stockbrotstöcke wieder zurückzuholen. Nachdem sich alle noch einmal Gedanken darüber gemacht hatten, was es bedeutet, ein Pfadfinder zu sein, legten die beiden ihr Pfadfinderversprechen ab und wurden in die Stufe und den Stamm aufgenommen und tragen daher seither auch ein orangefarbenes Halstuch. Schließlich ging wieder ein erlebnisreicher, aber auch anstrengender Tag zu Ende. Letzteres zeigte sich in der frühen Verabschiedung einiger und der Tatsache, dass andere nach nur wenigen Minuten Budenzauber mit brennender Taschenlampe einschliefen.
    Der nächste Morgen begann erschreckend ruhig − es gab keine Frühaufsteher mehr, die ihre Nachbarn aus dem Schlaf krakeelten. Oh Schreck: um 10:30 sollten die Eltern kommen, und es musste noch gefrühstückt und das Lager abgebaut werden − und dass alles diesmal ohne Heinzelmännchen. Als alles abgebaut war, brachten sie Frau Hesterberg noch ein Geschenk als Dankeschön vorbei und sangen ihr das schräge Saurierlied vor. Da Pfadfinder die Welt bzw. den Lagerplatz stets besser verlassen, als die sie vorgefunden haben, wurde zum Schluss eine Kette gebildet und die Wiese nach Lollystielen, Bonbonpapier etc. abgesucht. Das Ergebnis fiel sehr mager aus: da auf der Wiese nur Pfadfinder zelten, wurde überhaupt kein alter Müll gefunden und von diesem Lager erstaunlich wenig Wöflingsmüll − grob geschätzt nur etwa 1/3 eines durchschnittlichen Jupilagers. (Hier stellt sich die Frage, ob die Wölflinge besonders gut erzogen sind, das Verlieren von Kleinrestabfällen mit zunehmendem Alter zunimmt oder sie einfach zu groggy waren, um sich auch noch mit so etwas zu beschäftigen.)
    Den Abschluss bildete das gemeinsame Singen des Saurierliedes, eine durchweg positiv ausgefallenen Reflexion und das Verteilen des Lageraufnähers, eines Dinos. Dann ging es − diesmal in einer großen Gruppe − wieder zum Hagenburger Kanal zurück. Auf dem Radweg am Westufer gab es dann noch einmal Natur pur, denn dank einer Vollbremsung konnten die Wölflinge eine seltene Ringelnatter beobachten, die sich über den Radweg und durch das Gras schlängelte. Das nächste und letzte Ziel war dann Altens Ruh mit seinem umfassenden Eisangebot, bevor die Wölflinge glücklich, müde aber wohlbehalten um 13:30 wieder den Pfadfinderkeller erreichten und Daniel sein dringendes Bedürfnis äußerte, sich jetzt aber erst einmal gründlich die Hände waschen zu müssen…

    Der Rover-AK organisierte, unterstützt u.a. von Vera für 10 − teils sehr spontan angemeldete %minus; Teilnehmer am 21.8. eine eintägige Kanutour auf der Leine von Stöcken nach Bordenau. Nach anfänglichen Schwierigkeiten trieben die Boote langsam die Leine hinunter. Ungefähr nach drei Kurven kam die erste Herausforderung in Gestalt einer Stromschnelle. Diese wurde von allen jedoch hervorragend bewältigt und machte so viel Spaß, dass sich die Besatzung des AK-Bootes entschied, noch einmal durch die Stromschnelle zu fahren. Doch dazu mussten sie zunächst wieder stromaufwärts fahren, was in der Praxis jedoch an einer Welle scheiterte, die das Boot erfasste und wieder stromabwärts drehte. Dem Kentern knapp entronnen, legte der AK dieses einmalige Erlebnis unter der Kategorie “Erfahrungen” (= Summe aller Pleiten) ab.
    Die weitere erste Hälfte der Tour verlief bis auf einige Wasserschlachten sehr ruhig. Kurz nachdem sie unter dem Mittellandkanal durchgefahren waren, machten sie nach ca. 10 km eine wohlverdiente Mittagspause. In der zweiten Hälfte wurde viel Wert auf eine Art Fortsetzung der Mittagspause gelegt und die Boote trieben aneinandergebunden die Leine hinunter.
    Nach weiteren 10 km wurde der Schornstein der Ziegelei gesichtet und das Ende der Tour nahte. Dass bei so schönem Wetter alle trocken das Ziel erreichen würden, passte einer Bootsbesatzung gar nicht. Es folgte eine weitere riesige Wasserschlacht, bei der 4 der 10 Rover die Boote verließen, allerdings nur drei ohne größere Probleme in Ufernähe. Um die Spuren des Kampfes zu beseitigen, stoppte eine Besatzung auf einer Kiesbank mitten in der Leine und säuberte ihr Boot. Kurz darauf endete die Kanutour nach ca. 25 km in der Nähe von Bordenau.
    Der Tag klang mit Grillen, Marshmallow-Burgern (Keks, Marshmallow, Schokolade, Keks) und Lagerfeuer bei der Ziegelei aus. Am nächsten Tag fuhren die 10 Rover um viele Erfahrungen reicher und erschöpft nach Hause.

    Die Wunstorfer Rover halfen im Verlauf des Sommers auch kräftig beim Umbau des Diözesanzentrums Diekholzen mit. Insbesondere Carsten flieste dabei noch Sanitärraumwände, wenn alle übrigen abends schon längst am Grill saßen.

    Nach dem Abschluss des Themas “Natur” wählten die Wölflinge das neue Thema Wasser. Sie führten Experimente durch, um hinter die Geheimnisse des Lebenselements zu kommen und veranstalteten auf der Westaue ein Wettrennen mit selbstgebauten Booten aus Naturmaterialien. Als dann eine überschwemmungskatastrophe Pakistan heimsuchte, war ihre Hilfsbereitschaft besonders groß:

    Wölflinge sammeln für Flutopfer in Pakistan
    Die Wölflinge des Pfadfinderstammes St. Bonifatius beschäftigen sich momentan auf vielfältige Weise mit dem selbst gewählten Thema “Wasser”. Kein Wunder also, dass sie angesichts der Flutkatastrophe in Pakistan auf die Idee kamen, den Menschen dort im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu helfen. Um die Spendenbereitschaft anzukurbeln, bastelten sie zunächst verschiedenste Dinge, die von Schnee-Schüttelkugeln bis hin zu Lesezeichen mit selbst gepressten Blumen aus selbst gebauten Blumenpressen reichten. Schnell war auch noch ein Schild gebastelt, mit dem sie auf ihre Aktion vor dem Neukauf-Markt in der Hindenburgstraße hinwiesen.
    Die Bilanz nach nur einer Stunde konnte sich sehen lassen: 92,- Euro kamen zusammen, die die Wölflinge einem Spendenaufruf des Hildesheimer Bischofs Trelle folgend über das Bistum Hildesheim nach Pakistan schickten. Wölflings-Leiterin Claudia Spatz resümiert: “Von mangelnder Spendenbereitschaft konnten wir bei den Wunstorfern nichts bemerken. Im Gegenteil: Die Wölflinge haben schon oft aus Eigeninitiative Spenden gesammelt − etwa für die Waldbrandopfer in Griechenland − aber so viel Geld kam noch nie in so kurzer Zeit zusammen!”
    Als im Herbst in der Wunstorfer Marktkirche die Flüchtlingsausstellung eröffnet wurde, erinnerten mit der alten Alu-Lilie und dem alten Stammeslilienbanner auch zwei Exponate daran, welche nicht unbedeutende Rolle unser Stamm in den Jahren nach seiner Gründung für vertriebene und geflüchtete Jugendliche spielte, die das Schicksal nach Wunstorf verschlagen hatte.

    Mit den kürzer werdenden Tagen kam im November auch wieder die Zeit der langen Nächte: der Langen Jupinacht und der Langen Wölflingsnacht. Niklas berichtete auf der Stammesversammlung Ende November 2010 über erstere: Vor drei Wochen war hier im Pfadfinderkeller unsere lange Jupinacht. Zuerst gingen wir zu EDEKA und kauften ein. Danach haben wir unser Essen gemacht, es gab Hot Dogs und zum Nachtisch Obstsalat. Kurz darauf gingen wir zum Gottesdienst. Anschließend fuhren wir zum Hohen Holz und machten ein Spiel im Wald. Dann erzählten uns die Leiter noch echt unheimliche Geschichten. Als wir wieder zurück waren tranken wir alle einen Kakao und guckten zwei Filme. Um vier schliefen dann alle. Morgens frühstückten wir noch gemeinsam und räumten dann den Keller auf. Zum Schluss machten wir noch eine Reflexionsrunde.
    Gleich nach der Endreinigung des Pfadikellers startete noch am selben Nachmittag die Lange Wölflingsnacht. Nach einem gemeinsamen Hot-Dog-Essen starteten die Wölflinge bei richtigem “Schietwetter” mit Regen bei Temperaturen knapp über 0° C zu einem aufregenden Geländespiel. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten, den gesuchten Trafokasten zu finden, ging es dann weiter in Richtung Blumenauer Kirchweg. Am dortigen Regenwasserrückhaltebecken absolvierten Anna-Lena und Mika eine spektakuläre Mutprobe mit Schwimmkerzen, ohne dabei ins Wasser zu fallen. So konnte die Reservekleidung im Rucksack bleiben. Der weitere Weg führte die Wölflinge zu einem bärigen Schatz, an den sie leider nicht so einfach herankamen: die Gummibärentüten waren in einen riesigen Eisblock eingefroren. So wurde wild gewürfelt, und wer eine 6 hatte, durfte sich die Arbeitshandschuhe anziehen und mit Hammer und Meißel Tüten freiklopfen dass nur so die Eisbrocken flogen.
    Wieder im Keller legten die Wölflinge zwei Aquarien an, in denen sie Triops-Urzeitkrebse züchten wollten. (Leider schlüpften nur sehr sehr wenige Krebse aus ihren Eiern und auch diese beiden starben trotz regelmäßiger Fütterung bis zum Jahresende wieder aus − schade!). Der weitere Abend ging mit Pizzabacken und Spielen schnell vorüber. Um Mitternacht gab es dann endlich die selbstgebackene Pizza, es wurden noch Gruselgeschichten gelesen und gegen 1:00 wurde es allmählich ruhiger und die meisten schliefen ein.
    Am nächsten Morgen begann nach einem gemütlichen gemeinsamen Frühstück dann das große Aufräumen, und viel zu schnell war auch diese Lange Wölflingsnacht schon wieder vorbei.

    Als der Rover-AK den Ort für das traditionelle Nikolauswochenende ausgesucht hatte, stand auch das Thema schnell fest: “Endlager 2010”, denn nur wenige Kilometer vom Tagungshaus entfernt liegt der Salzstock Asse II. über 50 Rover folgten der Einladung.
    Nach einer theoretischen wissenschaftlichen Einführung in die Funktionsweise der Kernenergie wurde in einem eindrucksvollen Versuchsaufbau mit über 80 Mausefallen das Prinzip der Kettenreaktion und die dabei frei werdende Energie veranschaulicht. Im weiteren Verlauf versuchten sich die Rover aus verschiedenen Sichtweisen über das Thema zu informieren: Sie besuchten das Informationszentrum Asse II, informierten sich über alternative Energieformen, diskutierten mit einer Vertreterin einer Bürgerinitiative und waren immer noch völlig ratlos, wie das Atommüllproblem gelöst werden könnte. Am Sonntag führten die Rover noch ihre Stufenkonferenz durch.

    Der auf der Stammesversammlung im Herbst 2009 neu gewählte Stammesvorstand Hans-Günther zeigte die Bereitschaft, durchaus auch alte, eingetretene Pfade zu verlassen, um beispielsweise die Effizienz der monatlichen Leiterrunden zu erhöhen. über das “Wie?” und die zukünftige Rolle der Rover entbrannte jedoch eine hitzig geführte Diskussion. Am 3. Oktober kündigte Stammesvorstand Carsten Elsner nach zehnjähriger Vorstandstätigkeit an, auf der nächsten Stammesversammlung nicht mehr für das Amt zu kandidieren; am 17. November erklärte auch Hans Günther am Ende einer außerordentlichen Leiterrunde über die Roverfrage seinen Rücktritt. Damit war es kurzfristig erforderlich, bis zur Stammesversammlung am 27. November zwei Kandidaten zu finden, die bereit waren, dieses Amt mit all seiner Verantwortung und ehrenamtlichen Zeitaufwand zu übernehmen. Eine sehr breite Mehrheit wählte schließlich Janine Broßart und Uwe Meyier, um gemeinsam mit Kurat Werner Kohrs zukünftig die Stammesgeschicke zu leiten.
    Im Stadtanzeiger vom 6.1.2011 erschien dazu folgender Bericht von Dietmar Potempa:
    Die Georgspfadfinder jetzt unter einer neuen Führung
    Bei der Stammesversammlung der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) der katholischen St. Bonifatius-Kirchengemeinde wurde ein neuer Stammesvorstand gewählt. Sowohl der bisherige Stammesvorstand Hans-Günther Block wie auch Carsten Elsner, der den Stamm seit dem Jahr 2000 mitgeführt hatte, standen nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung.
    Die insgesamt 14 Delegierten aus den einzelnen Trupps des Stammes wählten Janine Broß,art und Uwe Meyer zum neuen Stammesvorstand. Zusammen mit dem Kurat Werner Kohrs werden sie in den nächsten drei Jahren die Geschicke des Stammes leiten.
    Große Aufgaben warten im kommenden Jahr auf sie. Neben vielen Veranstaltungen wie Winterlager, Pfingstlager, Friedenslicht, wird der gesamte Stamm mit Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen neun und 21 Jahren in den Sommerferien ein 12-tägiges Lager im “Scout Centrum Zeeland” in Veere (Niederlande) durchführen. Wir wünschen dafür weiterhin &ldqu;Gut Pfad”.

    Zum Jahresende stand noch einmal eine Reihe Aktionen auf dem Kalender. Es begann am 26. November gemütlich mit der traditionellen Adventsfeier mit Raclette und Feuerzangenbowle. Am 3. Adventswochenende hatte der Stamm erstmalig eine Bude auf dem Wunstorfer Weihnachtsmarkt. Um sie zu füllen, wurde schon Wochen vorher fleißig in den Stufen und bei den Leitern zu Hause gebastelt, unter anderem etliche 3D- Weihnachtssterne, die aus dutzenden mühselig patentgefalteten Dreiecken zusammengepuzzelt werden mussten − gut, dass unserem Oberingenieur Nicki auch dies “nicht zu schwör” war. Die Sterne gingen jedenfalls genauso gut weg wie die warmen Waffeln, und am Ende konnte ein beachtlicher Reinerlös der Aktion von 384,26 € an das Kinderhospiz Löwenherz überwiesen werden. Am Sonntag konnte obendrein auch noch das eigens vom Bahnhof abgeholte Friedenslicht aus Bethlehem an die Weihnachtsmarktbesucher verteilt werden. Eine weitere Möglichkeit, an die symbolträchtige Flamme zu kommen, bot sich jenen Gottesdienstbesuchern am 4. Adventssonntag in der St. Hedwigkirche in Steinhude, die sich auch von dem in der Nacht massenhaft gefallenen Neuschnee nicht hatten abschrecken lassen. Nachdem der Friedenslichtgottesdienst in den vergangenen Jahren immer wieder Anlass zu interner Kritik wg. einiger doch zu spontan geplanter Elemente gegeben hatte, war er diesmal perfekt vorbereitet und der Funke konnte buchstäblich überspringen.

    Am Jahresende waren im Stamm 10 Wölflinge, 17 Jupis, 7 Pfadis, 18 Rover und 15 Leiter und Vorstände aktiv.