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Stamm St. Bonifatius Wunstorf
aktuelle Fassung vom 05.03.2008

Mitte Januar nahmen einige Mitglieder der Stammesleiterrunde an einem Fortbildungskurs in Bredenbeck teil und kehrten mit vielen neuen Impulsen zurück.

Nach dem Rückzug von Gudrun stieg Dirk als dritter Leiter in das Wölflings-Leitungsteam ein. Die Wölflinge wählten sich als neues Thema die Römer und starteten gleich im Februar mit einem leckeren Apfelauflauf im Römertopf und einer anschließenden Schnitzeljagd im Schnee. Da es weiter schneite, verschwanden die Spuren sehr schnell. Daher musste die erste Gruppe sehr lange warten, bis sie endlich am Agnes-Miegel-Stein gefunden wurde. Nachdem alle wieder zusammen waren, wurde noch ein gemeinsames Zielwerfen auf einen Stromkasten veranstaltet. Da es bei den Wölflingen üblich ist, dass man einen Kuchen backen muss, wenn man das Schimpfwort mit "Sch..." sagt und etliche Wölflinge daneben warfen und darüber fluchten, konnte dank dieses Spiels die Lebensmittelversorgung für die nächsten Truppstunden sichergestellt werden. Auf dem Rückweg kam dann - zum Leidwesen des Verfassers dieser Zeilen - irgendjemand auf die Idee, doch eine Schneeballschlacht der 13 Wölflinge gegen ihre zwei Leiter zu veranstalten.

Mitte Februar fand wieder das traditionelle Rodelwochenende der Jupistufe im St. Andreasberger Pfarrheim statt. Aufgrund des ungewöhnlich warmen Winters war diesmal jedoch kein Rodeln im Ort möglich, sondern bestenfalls in den höheren Lagen etwa in Sonneberg. Ein Teil der Gruppe von 26 Wunstorfer und Wedemarker Jupis vergnügte sich mit den dortigen Schneeresten. Doch auch so gab es viel zu entdecken: Beispielsweise die Grube Samson, die Naturkundeausstellung oder das Erlebnisbad in Bad Sachsa. Am Samstagabend fand dann an Stelle des Faschings- Nachtrodelns eine improvisierte Faschingsfeier statt und am Sonntag der Gottesdienst in der St. Andreasberger Kirche. Viele Teilnehmer erinnern sich auch noch gerne an die Heimreise, denn sie wurde für einen Abstecher bei McDonalds unterbrochen.

Die Pfadistufe verbrachte zusammen mit einigen anderen Stämmen ein Winterwochenende in Gieboldehausen. Da auch bei ihnen das frühlingshafte Wetter die geplante Rodelaktion verhinderte, machten sie aus der Not eine Tugend und vergnügten sich auf einer bereits geöffneten Sommerrodelbahn.

Am 3. März hatte der Kindergarten nach langer Umbauzeit den Pfadikeller als Materialzwischenlager wieder geräumt, alle Bohrungen waren gemacht und der Keller sah aus wie ein Saustall. Daher trafen sich viele Leiter, Rover und Pfadfinder Samstagmorgen um 9.00 Uhr zu einer großen Entrümpelungsaktion. Da wurden bergeweise Möbel, kaputte Zelte und sonstiges Uralt-Material ausgemustert, neue Möbel geholt oder Regale gezimmert und alles einer kompletten Grundreinigung unterzogen, die sich bis kurz vor 20.00 Uhr am Abend hinzog.
Die Wölflinge hatten sich im Rahmen ihres Themas Römer bereits mit römischen Spielen, Essen und Römerrallyes beschäftigt. Nun weihten sie die neue Jupi-Sitzgruppe mit einem Kinoabend ein: Es wurde ein Asterix-Film gesehen und dabei so viele Chips und Popcorn verstreut, dass gleich schon wieder die nächste Reinigung erforderlich war…

Die Pfadfinder dagegen schmiedeten Pläne, die Decke des Pfadikellers mit den Planeten unseres Sonnensystems zu verzieren, was sie angesichts der Größenunterschiede von Sonne und Planeten vor einige maßstäbliche Probleme stellte.

Am 16.3. trafen sich dann etwa 40 Kinder, Eltern und Leiter, um gemeinsam zur Volkssternwarte auf dem Lindener Berg zu fahren. Dort empfing sie der ehrenamtliche Sternwartenmitarbeiter Gerd Weidemann mit einem kurzweiligen und informativen Diavortrag über Sonne, Mond, Planeten und Sterne. Insbesondere die Wölflingen löcherten ihn förmlich mit Fragen, und die Pfadis bekamen nun amtlich zu hören, dass Pluto nicht mehr zu den Planeten gezählt wird und sie sich damit auch keine Gedanken über seine Darstellung am hinteren Ende der Pfadikellerdecke mehr machen mussten. Anschließend ging es noch in die große Beobachtungskuppel, deren Drehbewegung Christoph aufgrund seiner überlänge fast zum Verhängnis geworden wäre. Marc Pascal brachte den Referenten schließlich noch mit einer Spezialfrage in Verlegenheit: "Das Fernrohr muss aber schon sehr alt sein?" "Wie kommst Du darauf?" "Nun, da ist ja eine Spinne dran!". Leider fiel das geplante Highlight des Abends - die Beobachtung Saturns und seiner Ringe - der Bewölkung zum Opfer. Erst als die Teilnehmer gegen 20.00 Uhr wieder nach Wunstorf zurückkehrten, hatte sich der Himmel aufgeklart und die Sterne waren zu sehen.

Wer gedacht hatte, die traditionelle Osterlamm/Osterfeueraktion wäre nur noch Routine, wurde Ostern eines Besseren belehrt: Das Osterfeuer konnte erst angezündet werden, als die Gemeinde bereits drumherum stand - was allen fünf besinnliche Minuten bescherte, bis die Flammen endlich loderten. Und auch beim Lamm zeigte sich, dass es verschiedene Methoden gibt, es letztlich doch kalt zu servieren.
Zum Georgstag lief dafür wieder alles perfekt: nicht einmal ein Plattfuß war auf der Radtour nach Neustadt zu beklagen. Florian Soot schrieb darüber am 22.4.07 die nachfolgende Pressemeldung:

Die Nachfolger des Drachentöters: Pfadfinder feiern den Georgstag

Der heilige Georg - Einer der Heiligen die immer dann zuständig sind, wenn es problematisch wird. Aber Georg ist nicht nur Helfer in der Not, sondern auch der Schutzpatron der Pfadfinder. Und das nun schon seit 100 Jahren, denn so alt wird die Pfadfinderbewegung in diesem Jahr. Deshalb haben die knapp 100 Georgspfadfinder aus dem Hannoverbezirk diesen Tag am vergangenen Sonntag in Neustadt besonders gefeiert. Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde an die Taten des Heiligen Georg und den Zusammenhang Georgs mit den Grundsätzen der Pfadfinder erinnert. Die Sage, in der Georg einen Drachen tötet, der die Menschen bedroht, wurde von Pfadfindern aus der Gemeinde "Peter und Paul" in Neustadt als Theaterstück vorgeführt. Auch der Pfadfinderstamm der DPSG aus Wunstorf war dabei. Die 28 Kinder und Jugendlichen trafen sich am Sonntagmorgen und fuhren mit dem Fahrrad nach Neustadt.
"Der heilige Georg soll uns ein Beispiel geben. Schon Sir Robert Baden Powell, der die Pfadfinder vor 100 Jahren gegründet hat, nahm seine Ritterlichkeit als Vorbild", sagt Bezirkskurat Christoph Lindner. "Eine Welt - Ein Versprechen" lautet das Motto zum Jubiläum der Pfadfinder. Das passt, denn genau wie der heilige Georg verspricht jeder Pfadfinder die Welt immer ein bisschen besser zu verlassen, als er sie vorgefunden hat. Ein wichtiger Grundsatz, der in Zeiten in denen nichts mehr gefragt ist als soziales Engagement und Hilfsbereitschaft jedoch nicht immer leicht umzusetzen ist.
Nach dem Gottesdienst gab es dann gegrillte Würstchen und ein großes Salatbuffet. Am späten Nachmittag kehrten die Wunstorfer Pfadfinder bei schönstem Wetter wieder zurück. Und trotz des frühen Aufstehens waren am Ende doch alle wieder um einige Erfahrungen und den guten Vorsatz, sich immer ritterlich zu verhalten, reicher. Denn auch wenn es heute keine Drachen mehr gibt - Hilfe wird überall genug gebraucht.

Römerlager der Wölflinge vom 26.-28.5.2007 am Mittellandkanal bei Dedensen

Nachdem sie in den Wochen zuvor ihre Ausrüstungsgegenstände wie Schilde und Gewänder gebastelt hatten, starteten am Samstag, den 26.5.2007, 10 Wölflinge mit ihren Leiterinnen Gaby und Claudia zur Römerwanderung nach Dedensen. Auf ihrem sechsseitigen Aufgabenzettel waren dutzende Aufgaben zu lösen: Kniffeli-ge Fragen, aber z.B. auch ein kilometerlanges Bosselspiel durch das Gebiet der wilden Friesen. Der Weg führte zunächst aus der Stadt heraus Richtung Kolenfeld an den Mittellandkanal. Dort wartete bereits Dirk mit Kuchen und Getränken. Derart gestärkt ging es am Kanal weiter nach Osten. Schließlich standen die tapferen Römerinnen und Römer dem Lagerplatz mit seinem romantischen Fachwerkhäuschen gegenüber - nur leider am falschen Kanalufer. Doch mit den Fellen, die sie als Preise für richtig erledigte Aufgaben erhalten hatten, konnten sie die Galeere bezahlen, die sie schließlich ans andere Ufer brachte.
Dort hieß es, die Zelte aufzubauen. Dann versuchte Marc-Pascal, mit Feuerstein, Stahl und Stabdrehen ein Lagerfeuer zu entzünden. Schließlich musste dann doch ein Feuerzeug her, um die Würstchen für das Abendessen warm zu machen. Hut ab vor früheren Generationen, die ohne solche Hilfsmittel ein Feuer anzünden konnten! Zu den Würstchen gab es Salate, und dann kam auch schon der Stammeskurat Werner Kohrs. Bald darauf saßen alle um das Lagerfeuer, sangen und lauschten seiner kurzen Andacht.
Danach gab es Stockbrote und gegrillte Marshmellows. Im nahen Wald lag von einer Durchforstungsaktion genug bestes Buchenbrennholz herum, so dass schnell ein großer Vorrat für die Nacht angelegt werden konnte. Nach langem Kokeln und Diskutieren, wer wann Nachtwache halten soll, gingen die Ersten gegen 23.00 Uhr schlafen. Doch nicht für lange, denn seltsame, furchterregende Geräusche aus dem nahen Wald trieben die Gruppe bald darauf wieder am Feuer zusammen. Schließlich fassten sich einige ganz mutige Wölflinge ein Herz, gingen zum Angriff über und jagten den oder die Eindringlinge mit ihren Taschenlampen. Am Ende konnten sie Carsten mitsamt Flöten, Topfdeckeln und einem australischen Digeridoo als "Musikinstrumente" gefangen nehmen. So konnten alle wieder beruhigt schlafen gehen. Doch schon gegen 2.00 Uhr riss ein heftiger Gewitterregen alle wieder aus dem Schlaf. Als es immer dicker kam und das Jungenzelt absoff, flüchteten alle in das Haus und vertrieben sich die Zeit mit Singen und Erzählen, bis das Gewitter weitergezogen war.
Trotz der kurzen und erlebnisreichen Nacht waren alle um 7.00 Uhr wieder wach. Während die einen Brötchen holen fuhren, machten die anderen mit triefend nassen ästen Feuer und darüber Rührei. Nach Frühstück und Abwasch startete dann die große Römerolympiade. Zwei Teams traten gegeneinander an: Die "Legion 29" und "Die mächtigen Tribune". Als Disziplinen gab es einen Staffellauf, Tauziehen, geheime Informationen schnell und richtig übertragen, Ringstechen vom "Pferd" aus, Katapultschießen und in Schildkrötenformation mit den selbst gebastelten Schilden feindliche Eichelangriffe abwehren.
Um 12.00 Uhr war dann Mittagspause angesagt und einige setzten sich an das Kanalufer und ließen die Füße baumeln. Die Wellen des ersten größeren Schiffes spritzten allen die Füße nass. Dann kam die Wasserschutzpolizei vorbeigefahren und war immerhin noch so freundlich, auf ihre nachfolgende Riesenwelle hinzuweisen. Spätestens nach einem nahe am Ufer fahrenden leeren Frachter waren dann alle von dessen "Monsterwelle" so nass, dass eine zusätzliche Wäscheleine aufgehängt werden musste, um all die Hosen wieder zu trocknen.
Während Jasmin und Felix als Mutprobe zum Forsthaus gingen, um Wasser zu holen, entfachten andere Wölflinge das Lagerfeuer neu und gossen aus Zinn römische Münzen nach. Die Forsthaus-Rückkehrer brachten nicht nur 20 Liter Wasser mit, sondern auch den zotteligen und sehr anhänglichen schwarzen Hund Bella, der bis zum Abend blieb. Nachdem drei Gewitter westlich und östlich am Lagerplatz vorbeigezogen waren, mussten am Nachmittag alle vor dem Regen unter das Vordach der Hütte flüchten. Dort fand dann die von der Stadtsparkasse gesponserte Siegerehrung mit Urkundenverleihung an die tapferen Römer statt. Da es noch eine Zeitlang regnete, waren anschließend in der wärmeren Hütte Spiele und Detektivgeschichten angesagt. Bella lag unterdessen brav auf der Türschwelle.
Nachdem das Feuer wieder entfacht worden war, gab es Spaghetti mit Tomatensauce sowie Salat dazu. Dann ging es noch mal mit dem Kanu auf den Kanal. Der Schiffverkehr hatte inzwischen deutlich nachgelassen, aber zweimal mussten die Mannschaften doch vor herannahenden Tankern an das sichere Ufer flüchten. Als das Seeabenteuer zuende war, wurden am Lagerfeuer Witze erzählt, bis der Mond zu strahlen begann. Mit Marshmellows und Stockbroten gestärkt ging es dann auf zur Nachtwanderung auf dem Kanaldamm. Sobald es richtig dunkel war, wurden vier Fackeln angezündet und Jasmin und Felix legten nach bestandener Mutprobe ihr Versprechen ab. Damit wurden sie nicht nur in die Wölflingsstufe, sondern auch in die Gemeinschaft des Stammes St. Bonifatius Wunstorf aufgenommen. Zugleich wurden auch Alex I und Verena verabschiedet, die zusammen mit Thomas, Anja und Mona in die Jupistufe wechseln.
Nach der Rückkehr zum Lagerplatz wurden nur noch die Fackelreste verbrannt, und dann herrschte auch schon (unaufgefordert) bis kurz vor 7.00 Uhr am Montagmorgen Nachtruhe. Der letzte Lagertag begann mit dem Frühstück und dem anschließenden Abräumen des Lagers. So manches Ausrüstungs- und Kleidungsstück, was lange verschollen war, tauchte dabei zur Freude seines Besitzers wieder auf. Kaum war das letzte Zelt verstaut, kamen auch schon die ersten Eltern. Die abschließende Schlussreflexion fiel bis auf Kleinigkeiten wie das Wetter durchwegs positiv aus, die letzten Fundsachen fanden ihren Besitzer wieder und so konnte es gegen 10.40 Uhr zum Pfadikeller zurückgehen. Nachdem dort alles wieder verstaut und die letzten Lebensmittelvorräte aufgeteilt worden waren, hieß es dann für zehn müde Wölflinge: ab nach Hause, unter die Dusche und ins Bett.

Was haben wir nun im Lager gelernt?

  • Bei Regen fangen die Kröten an zu wandern
  • Gegrillte Marshmellows kann man bis zum Erbrechen essen
  • Das Lied von den Gestalten auf dem Donnerbalken ist ein kaum auszurottender Ohrwurm
  • Die Schildkrötenformation ist echt praktisch, wenn man mit Eicheln beworfen wird
  • Zinnmünzen sind nach dem Gießen noch lange so heiß, dass man sich daran die Finger verbrennen kann. Manche glauben dies erst nach dem zweiten Versuch…
  • Essensreste darf man nicht im Klo wegspülen, weil sie nicht gut sind für die Fische, die in der Kläranlage arbeiten
  • Feuer machen ohne Streichhölzer und Feuerzeug ist schwieriger, als man denkt
  • Große Schiffe machen große Wellen
  • Wenn mitten in der Nacht im nahen Wald Metall scheppert, sollte man dies nicht einfach damit abtun, dass dort wohl jemand im Wald schmiedet - es könnte auch der Beginn eines überfalls sein…
  • Wenn man zum Wasserholen ein fremdes Grundstück betritt, sollte man sich vor Hunden in Acht nehmen: Sie könnten entweder beißen oder für den Rest des Tages mitkommen
  • Tierliebe fängt bei zugelaufenen zotteligen Lagerhunden an und hört bei Nacktschnecken auf, mit denen man sich das Plumpsklo teilen soll
  • Wenn einem vor den Augen eines Hundes, den man nicht füttern darf, ein Popcorn herunterfällt, nützt es nichts, sich auf das Popcorn zu stellen: Hunde haben sooooo viel Zeit, um zu warten…
  • Wenn man sein Halstuch gar nicht wiederfindet, kann es sein, dass man es seit Tagen als Gürtel-Ersatz mit sich herumträgt
  • Zecken verschonen weder Wölflinge noch Leiter
  • Jungen sind von einem anderen Stern

    Nach dem Pfingstlager, in dem doch sehr häufig das Schimpfwort mit "Sch.." gefallen war, stand bei den Wölflingen erst einmal Backen auf dem Programm. Und da das Wort im Pfingstlager früher oder später jedem einmal über die Lippen gekommen war, hätte der zu backende Kuchen vermutlich bis Weihnachten gereicht. So wurde beschlossen, in der Truppstunde gemeinsam Muffins zu backen und diese zur Obdachlosenstation am Alten Markt zu bringen.

    Am 30.6.07 fand in einem Waldstück bei Lehrte der 1. IRON-JUPI im Hannoverbezirk statt. Mit dabei waren auch einige Teilnehmer aus Wunstorf, die beim Kampf um den Pokal den Wald durchkämmten und dabei acht Aufgaben aus dem Pfadfinderalltag lösen mussten: Seiltechniken, Kohtenbau, Karte und Kompass, Baumstamm- und Gummistiefelweitwurf, Wassertransport unter besonderen Bedingungen und Floßbau waren die Aufgaben. Die Jupis aus Hannover-Bemerode holten sich den Pokal, den es in zwei Jahren erneut zu verteidigen gilt.

    Am 7.7. trafen sich Stammesmitglieder und viele Ehemalige zur Vorabendmesse mit anschließendem gemütlichen Beisammensein und freudigen Wiedersehen in der Nr. 15. Anlass war das 55. Gründungsjubiläum des Stammes. Eine Diashow ließ die 1970er und 80er Jahre wieder aufleben - und enthüllte Unglaubliches: Auch Wolfgang, der größte Warner vor Koffern auf Lagern, ist als junger Leiter selbst mit Koffer ins Lager gezogen…
    Am 31.8 traf sich dann der Stamm (bzw. jene, die nicht im Urlaub waren) abends zur Erneuerung des Versprechens bzw. Einweihung der neuen, dank einer Spende vieler ehemaliger Stammesmitglieder und der Stadtsparkasse angeschafften Kanus auf der Badeinsel. Da von der Stadt Wunstorf keine Genehmigung zum Grillen auf der Insel zu bekommen war, wurde eines der Kanus vor dem Ufer verankert und darin ein Gasgrill aufgestellt. Das Grillgut musste dann nur an Land getragen werden, um ganz legal gegessen werden zu können. Angesichts des durchwachsenen kühlen Wetters gingen nur wenige Baden, es regnete auch zwischendurch so dass die Insel leer war. Als dann die Sonne im Westen des Meeres unterging, versammelten sich alle auf dem Bootssteg vor dem Pavillon, um gemeinsam mit Pfadfindern auf der ganzen Welt des 100. Jahrestages der Gründung der Weltpfadfinderbewegung durch Lord Baden Powell zu gedenken. Werner trug dazu viele interessante Gedanken vor, und dann sprachen alle gemeinsam den Versprechenstext, während die Sonne glutrot am anderen Ufer unterging. Ein unvergessliches Erlebnis!

    Die Rover hatten von dem Schnupperpaddeln so viel Lust bekommen, dass sie gleich spontan ein Paddelwochenende planten und am darauffolgenden Wochenende bei bestem Sommerwetter mit zwei Kanus von Liethe bis kurz vor Rethem an der Aller paddelten.

    Zum Ende der Ferien gab es auf dem Winzlarer Hof Hesterberg wieder ein Hoffest, an dem die Pfadistufe mit einem Kinderanimationsprogramm rund ums Lagerfeuer teilnahm. Es hat allen viel Spaß gemacht, und Hesterbergs luden die Pfadfinder zu weiteren derartigen Aktionen ein. Herr Hesterberg zeigt sich zudem sehr spendabel: am Samstagabend bekamen die Pfadis Würstchen und Fleisch zum Grillen, und von seinen Obstbäumen durften sie sich für zu Haus mit Obst eindecken.

    Am 22. September fand in der Fußgängerzone der Kinder- und Jugendtag statt. Die Rover versuchten dort, nach monatelanger Planung ein 15 m langes rekordverdächtiges Stockbrot zu backen.

    Tags darauf fand das Gemeindefest statt. Auch dort gab es neben Spielen auch Stockbrot - allerdings nur in traditioneller "Standardlänge".
    Zeitgleich nahmen einige Rover und Leiter an den Aktionstagen im Rahmen von "Scouting 100" in Berlin teil. Zusammen mit weiteren 3000 Teilnehmern und Vertretern aus Politik, Kirche und Gesellschaft diskutierten sie anlässlich des 100sten Jubiläums der Pfadfinderschaft über die Zukunft der Pfadfinderei, genossen Partys und die gute Stimmung.

    Am 29.9.2007 nahmen viele Stammesmitglieder am Mr. X-Spiel in Hannover teil. Insgesamt 140 Detektive aus dem ganzen Bezirk jagten Mr. X kreuz und quer durch Hannovers Busse und Bahnen und ließen sich auch vom schlechten Wetter nicht die gute Stimmung vermiesen.

    Am 28.10.2007 wurde dann völlig unerwartet Konstantin Meyer aus der Mitte des Stammes gerissen - eine traumatische Erfahrung insbesondere für seine zahlreichen Freunde aus der Jupi- und Pfadistufe sowie das gesamte Leitungsteam. Gemeinsam versuchten Groß und Klein, ihre Trauer zu verarbeiten und gestalteten die ergreifende Trauerfeier und Beerdigung mit. Längst nicht nur in Form einer Kerze, die bei allen Aktionen brennt, an denen er teilgenommen hätte, lebt die Erinnerung an Konstantin im Stamm fort.

    Das Jahresende verlief dann wieder in gewohnten Bahnen: Adventsfeier, Abholung des Friedenslichtes am 3. Advent diesmal aus der hannoverschen Marktkirche und Verteilung in der Woche danach an Polizei, Feuerwehr etc. sowie am 4. Advent an die Gemeinde.